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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

They don't look back: Conor Oberst and the Mystic Valley Band

3.9.2008, Botanique (Brüssel)

von Frank Castenholz  •  8. September 2008

Erstmals unter eigenem Namen unterwegs mit neuer Platte und neuer Band: Man durfte gespannt sein, was sich gegenüber der letzten Bright Eyes-Tour ändern würde. Tatsächlich herrschte in Brüssel an diesem Abend eine gänzlich andere Stimmung als letztes Jahr in Berlin, obwohl genauso konzentriert und aufgeräumt gespielt wurde.

PORTISHEAD in Brüssel

Forest National, 8.5.2008

von Frank Castenholz  •  11. Mai 2008

Nach einer halben Stunde, als die aktuelle Single „Machine Gun“ erklang, wurde ein sehr gutes Konzert zu einem Atemberaubenden: diese singulär gelungene Vermählung von agressiven Maschinen-Beats mit melodiesbeseelter Stimme, die die Kontraste nicht glattbügelt, sondern ungefiltert gegenüberstellt und damit die doppelte Wirkdosis erreicht, ist live eine noch existenziellere Erfahrung als auf Platte. Dann „Cowboys“, „Glory Box“, „Roads“, „Magic Doors“, „Hunter“... Man möchte Beth Gibbons eigentlich nur die ganze Zeit anschauen, bewundern und ihr, ein bisschen Kitsch darf sein, Seifenblasen-Herzen zupusten. Ein faszinierender Widerspruch zwischen Fragilität und Stärke, Entrücktheit und Autarkie – die Negierung von Show, Extrovertiertheit und Ausstrahlungsfixiertheit führt zu einem Maximum an Aura. Und doch regiert immer die Musik den Saal, es gibt keine „Show“, keine „Performance“, es reicht völlig, einer Band beim konzentrierten Klangmeißeln beizuwohnen, um keine Sekunde missen zu wollen. Zum Schluss bei „We Carry On“, bei schneidenden Gitarren, fallen die letzten Schranken und Kiefer, Beth nimmt ihr Halsband ab, steigt in den Graben und wirft sich wie eine Stagediverin zu uns in die Menge. Was für ein Abend.

Die 10-jährige Wartezeit hat sich übrigens gelohnt: Es gibt keinerlei ernstzunehmende Indizien dafür, dass „Third“ noch von einem anderen Album der Rang als Album des Jahres 2008 streitig gemachten werden könnte.

Death Cab For Cutie in Brüssel: Triumpf der Knuffigkeit

Live im Ancienne Belgique am 7. März 2006

von Frank Castenholz  •  9. März 2006

Die Band aus Seattle kannte ich bislang nur dem (originellen) Namen nach, habe sie lose unter Indie Pop verbucht – was das ganze ganz gut trifft. Aber warum soll man nicht einfach mal in unschuldiger Neugier ein Indie Pop-Konzert besuchen? Also nichts wie hinein ins „Ancienne Belqique“. Der Konzertsaal im Brüsseler Stadtzentrum unweit von Börse und Grand Place ist trotz seiner überraschenden Größe recht gemütlich. Er war proppevoll, gefühlt ausverkauft, das Publikum bestand ganz überwiegend aus schnuckeligen Indiepopgirlies und dazugehörigen Hornbrillenboys, es roch aller Orten nach Teenieschweiß.

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