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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

C. Debussy - Orchestermusik Vol. 6
Orchestre National de Lyon - Jun Märkl

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Debussy - Orchestermusik Vol. 6

Leidenschaftsloser Maskenball

von Rainer Aschemeier  •  16. Mai 2011

Hifi-Fans kommen bei der erneut glänzenden Aufnahmetechnik des Naxos-Labels und seinem Haus- und Hof-Tonmeister Tim Handley voll auf ihre Kosten. Man hat nicht nur das Gefühl, die einzelnen Instrumentengruppen wie mit dem Messer getrennt serviert zu bekommen, sondern selbst innerhalb der Instrumentensektionen vermeint man einzelne Violinen, einzelne Bläser, usw. trennscharf ausmachen zu können. Die Harfen wurden hierbei besonders enthusiastisch nach vorne gemischt, was den Effekt zur Folge hat, dass im Verlauf der gesamten CD die Harfentöne wie Perlen aus den Lautsprechern kullern. Das vermag zweifellos zu faszinieren, kann jedoch die Eiseskälte von Märkls nächtlichem Maskentanz nicht wiedergutmachen.

Razorback Killers
Vicious Rumors

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Vicious Rumors - Razorback Killers

Von der Stange...

von Rainer Aschemeier  •  14. Mai 2011

Der raue Sound von Allens Stimme verleitet auch die gesamte Band dazu, wieder härter zur Sache zu gehen, als es für Vicious Rumors gut ist. So befindet man sich auf „Razorback Killers“ erneut im Grenzbereich zwischen Power Metal und Thrash Metal, man könnte auch sagen: Zwischen allen Stühlen. Da können auch Gaststar-Auftritte übriggebliebener Helden von damals (Mark McGee) nix retten. Die Songs sind von der Stange des heutigen gesichtslosen Musikbetriebs im Sektor Metallwaren, Sortierung: grob.

Dr. Faith
Christopher Cross

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Christopher Cross - Dr. Faith

'bisschen Schmalz auf's Brot ist ja auch mal nett...

von Rainer Aschemeier  •  3. Mai 2011

Hatten wir solche von Plate Hall-Effekten versilberten Vocalspuren, weichgespülten Streicher und vor Choruseffekten durchgenudelten Pianoparts nicht schon vor mindestens 16, 17 Jahren kollektiv zu den Akten gelegt? Egal! Christopher Cross holt sie alle wieder raus aus der Klamottenkiste.

Jennifer Higdon - The Singing Rooms
Atlanta Symphony Orchestra and Chorus - Robert Spano (Dir.), Jennifer Koh (Violine)

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Musik von Higdon, Singleton, Skrjabin

Ekstatischer Sahnehappen

von Rainer Aschemeier  •  28. April 2011

Das Atlanta Symphony Orchestra gilt spätestens seit der Verpflichtung seines derzeitigen GMD Robert Spano vor zehn Jahren nicht nur als eines der allerbesten, sondern auch als eines der abenteuerlustigsten Orchester Amerikas – vielleicht sogar der Welt. Eine CD-Veröffentlichung wie die hier vorliegende würde, käme sie von den Berliner Philharmonikern mit Simon Rattle, Aufschreie des Entsetzens unter denjenigen hervorrufen, die meinen, das sich gute Musik lediglich in einem Zeitkorridor zwischen Haydn und Strauss abspielt und dass ein großes nationales Orchester schließlich für etwas anderes, das ja dann sowieso nur „B-Liga“ sein könnte – zumal, wenn es aus Amerika stammt – „zu schade“ sei. Wie engstirnig und langweilig ist doch der Großteil der deutschen und europäischen Klassik-Szene!

Big Dogz
Nazareth

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Nazareth - Big Dogz

Hunde die beißen, bellen nicht!?

von Rainer Aschemeier  •  21. April 2011

Das jüngste Album der schottischen Rock-Veteranen Nazareth markiert das nicht weniger als 40-jährige (in Worten: VIERZIG!) Veröffentlichungsjubiläum des Nazareth-Debüts im Jahr 1971. Die Band selbst gibt es bereits seit 1968, wobei von Frontmann Dan McCafferty stets betont wird, dass die Ursprünge der Kapelle sogar bis 1962 zurückreichen. Und noch ein Umstand kommt hinzu: Während Kollegen wie etwa „Deep Purple“, „Whitesnake“, „Uriah Heep“ und wie sie alle heißen, mit längeren Pausen, Splits, Wiedervereinigungen und Ähnlichem von sich reden machten, rockten Nazareth einfach weiter – vierzig Jahre lang! Wow!

Forevermore
Whitesnake

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Whitesnake - Forevermore

Für immer und immer schon wieder ein und dasselbe...

von Rainer Aschemeier  •  8. April 2011

Es weiß ja kaum noch jemand, aber diese Band war mal richtig gut! Und nicht nur das: Diese Band war auch mal richtig ehrlich und authentisch – authentischer als so manch andere Kapelle zu der Zeit. Diese Zeit, von der da die Rede ist, kann grob mit Mitte der 1970er-Jahre bis Anfang der 1980er-Jahre umrissen werden. Mit Alben wie „Trouble“, „Lovehunter“, „Ready an‘ Willing“, „Come an‘ Get it“ oder auch (obwohl weniger gut…) „Saints & Sinners“ waren die Whitesnake dieser Ära ein Garant für hervorragend gemachten, bluesbeeinflussten Gitarrenrock der Marke „mehr davon!“.

Last of the Country Gentlemen
Josh. T. Pearson

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Josh T. Pearson - Last of the Country Gentlemen

Tief empfundene Rauschebartmusik

von Rainer Aschemeier  •  8. April 2011

Eine der merkwürdigsten Gestalten des heutigen Musikbiz meldet sich zur Entzückung von derzeit vielen Musikzeitschriften zurück. Es handelt sich um Josh T. Pearson, einen Singer/Songwriter, der in den Neunzigern mit einer Indie-Kapelle namens Lift to Experience eine EP, eine Single und ein Doppelalbum aufgenommen hatte. Pearson – damals noch unter dem Namen Josh „Buck“ Pearson firmierend – bekehrte sich anschließend selbst zum Alt.-Country-Sound, reiste jahrelang durch die USA, um auf Festivals und Politveranstaltungen zu singen und ließ sich einen Rauschebart wachsen. Ein dabei (beim Singen, nicht beim Bart wachsen lassen) mitgeschnittenes Bootleg war die bislang einzige reguläre Solo-Veröffentlichung des Künstlers, der nun von Kultur-Spiegel bis in die Tiefen der webblogs Schreie der Verzückung bei seinen Hörern bzw. Rezensenten hervorruft. Klar also, dass sich auch „The Listener“ diesen schratigen Kauz mal näher vornehmen musste.

J. C. Bach - Klaviersonaten Op. 5
Susan Alexander-Max

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J. C. Bach - Klaviersonaten Op. 5

Londoner Bach auf dem Clavichord

von Rainer Aschemeier  •  5. April 2011

Wer glaubt, die Sonaten Op. 5 von Johann Christian Bach nicht zu kennen, möge sich und sein CD-Regal noch einmal prüfen. Immerhin hat kein Geringerer als der kleine Wolfgang Amadeus Mozart im Rahmen einer Familienreise nach London drei der hier vorgestellten Klaviersonaten des Bach’schen Opus 5 zu den drei Mozart’schen Klavierkonzerten umgearbeitet, die zusammengefasst als KV 107 durchaus ein paar Reinkarnationen auch auf Schallplatte erlebt haben.

Michael
Michael Jackson

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Michael Jackson - Michael

Zwischen Heldenverehrung und Leichenfledderei

von Rainer Aschemeier  •  28. März 2011

Als nach dem Tod Michael Jacksons bekannt wurde, dass noch Musik für etwa neun (!) komplette Alben vorliege, welche aber in einem unvollständigen Status sei und erst noch von namhaften Produzenten „fertiggestellt“ werden müsse, war Schlimmes zu erwarten. Zwar hatte Michael Jackson in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten selbst eifrig daran gearbeitet, dass seine Alben kaum mehr für voll genommen werden konnten, doch wer, wie ich, in den goldenen Achtzigern popsozialisiert wurde, für den ist klar: Michael Jackson ist der Meister! Punkt! Alle, die Gegenteiliges zu sagen haben: Setzen, Sechs in Popmusikgeschichte!

Franz Schubert - Die 10 Sinfonien
Neville Marriner, Academy of St. Martin-in-the-Fields

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Franz Schubert - 10 Symphonien

Die kompletteste erhältliche Schubert Sinfonienbox

von Rainer Aschemeier  •  22. März 2011

Die vorliegende Box wurde zwischen November 1981 und Januar 1984 aufgenommen und 1985 erstmals als Gesamtedition bei Philips Classics veröffentlicht. Da es auch seinerzeit schon eine ganze Reihe von Schubert-Komplett-Packs gab, hat man für die vorliegende Edition tief in die Trickkiste gegriffen und selbstbewusst von „10 Sinfonien“ auf dem Cover gesprochen.

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