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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

Eindrücke vom Brüsseler Offscreen-Festival III (1. Teil)

Star guest: Jess Franco

von Frank Castenholz  •  21. März 2010

Die Reize von Jess Francos filmischem Schaffen haben sich mir, obgleich vermeintlich offenkundig (Klischee: sex and violence), erst nach längerer Reflektionsphase erschlossen. Erwartet hatte ich wohl Filme, die in verlässlicher Genretradition süffig, sexy, spannend und rasant Schauwerte liefern. Zu sehen bekam ich (nehmen wir als Beispiel mal meinen einst ersten Franco-Kontakt „Female Vampire“) langatmige Monologe, die sich mit ausschweifenden Kamerastreifzügen über den Körper von Lina Romay abwechselten – oder auch zeitgleich Filmzeit okkupierten. Und das nicht sonderlich technisch avanciert.

Spätestens nach Sicht der drei Filme, die ich nun kennenlernen durfte, muss ich aber öffentlich revidieren, was ich früher mal heimlich dachte. Franco ist top – und ca. 190 weitere Filme harren nach und nach der Sichtung.

Jenseits von gut und böse: Nazisploitation

"Salon Kitty" und "Ilsa": Zwei Fallstudien

von Frank Castenholz  •  1. November 2009

Der gestrige Abend der Cinematek, des königlich belgischen Filmmuseums, war einem Thema gewidmet, das in deutschen (zumal staatlich geförderten) Kinos vermutlich keinen Platz hätte: Nazisploitation. Die Rede ist von einem obskuren Sub-Genre der Exploitation, also von Filmen, die in der Regel mit geringem Budget und Zeitauwand produziert wurden und primär darauf zielten, den Zuschauer durch rohe Darstellung von Gewalt, Motoren, Frauenknästen, nackten Nonnen und sonstigen Primärreizen bei Laune zu halten. Indem Nazisploitation Szenerien und Schauplätze aus dem III. Reich und Zweiten Weltkrieg in den Dienst reißerischer Inszenierungen stellt, die vornehmlich die Erwartung des Publikums auf Spannung, Schock, Komik oder Erotik befriedigen sollen, reiht sie sich im Grunde nahtlos in die Riege anderer süffiger Unterkategorien des „Ausbeutungsfilms“ wie Blaxploitation, Sexploitation oder Nunsploitation ein, ist allerdings aufgrund der politisch-historischen Dimension des Sujets weitaus heikler.

Doomsday, Giallo, Ozploitation...

Rückblick auf den Brüsseler Filmfrühling (Teil 1)

von Frank Castenholz  •  2. Juni 2009

In Brüssel gab es auch diesen Frühling wieder zwei hochkarätige Filmfestivals zu feiern, die Freunde des Abseitigen und Schrägen voll auf ihre Kosten kommen ließ.

Zunächst stand im März die zweite Auflage des Offscreen-Festivals an, diesmal mit den Themenschwerpunkten „Interactive cinema“, William Castle: king of the gimmick“, „Doomsday: Post-apocalyptic film“, „Giallo: Italian genre movies“ und „Ozploitation“.

Viva
Regie: Anna Biller

Offscreen Reviews IX: VIVA

von Frank Castenholz  •  27. März 2008

Das Spielfilmdebüt von Anna Biller ist eine Hommage an die Sexploitation-Ära der 70s und beutet nun seinerseits diverse Vorbilder und Klischees aus jener Zeit aus. Angekündigt als „feast of style, color, drugs and baby doll lingerie“ war dies eine Vorführung, die man sich, wenn man noch halbwegs bei Trost ist, natürlich nicht entgehen lassen konnte.

The Big Doll House
Regie: Jack Hill

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Offscreen Reviews VII: THE BIG DOLL HOUSE

von Frank Castenholz  •  27. März 2008

Als die Veranstalter des Offscreen-Festivals “The Big Doll House” einleitend vollmundig als innovatives Gründungsdokument des Women-in-Prison-Genres priesen, stand Jack Hill am Rande, grimassierte unkontrolliert, rollte mit den Augen, wackelte mit den Brauen und verzog die Mundwinkel, als sei ihm dieser Huldigung hochnotpeinlich: „I was at one of my low points of my carreer, and I desperately needed to make another film“. Beim ersten Blättern im Drehbuch dachte er nur_ “Oh my god!”; es handelte sich um die zweite Fassung eines Skripts, dass in Zuge der Überarbeitung sogar noch schlechter geworden war. Hill nahm auf Grundlage der Urfassung die ihm möglichen Schönheitskorrekturen vor. „At least I added some humor to the script“, entschuldigt er sich, so seien, fügt er verschmitzt hinzu, die humorvollen Stellen auf ihn zurückzuführen, der Rest hingegen,_ “well,…,you got to be in a special mood to enjoy this movie, I guess”_ (Augenrollen).

The Stewardesses (3-D)
Regie: Alf Silliman Jr.

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Offscreen Reviews II: THE STEWARDESSES (3-D)

von Frank Castenholz  •  28. Februar 2008

Ossi-Tours bietet mittlerweile FKK-Flüge nach Usedom an. Wer wissen will, wie sexy es wirklich in einem Flugzeug zugehen kann, sollte sich aber besser nach The Stewardesses umschauen.

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