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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

Der Transzendentalist – Teil 2

Was Skrjabin mit Feldman gemeinsam hat, und warum YouTube die Klassik demokratisieren könnte

von Rainer Aschemeier  •  15. Juli 2014


Foto: ⓒMichelle Blioux

In Teil 2 unseres Interviews mit dem Pianisten Ivan Ilić geht es um spannende und überraschende Verbindungen zwischen der Musik von Morton Feldman und Alexander Skrjabin und um die Frage, wozu ein Künstler heutzutage noch ein Plattenlabel braucht, um erfolgreich zu sein.

Der Transzendentalist – Teil 1

Bei the-listener.de redet der abenteuerlustige Pianist Ivan Ilic über sein neues Album mit Musik von Skrjabin, Cage, Feldman und Wollschleger. Ein Interview in zwei Teilen...

von Rainer Aschemeier  •  9. Juli 2014

Ivan Ilić wurde in Serbien geboren, hat einen US-amerikanischen Pass und lebt in Paris. Ähnlich kunterbunt scheint es auf seinem aktuellen Album zuzugehen: Der Pianist kombiniert Musik Skrjabins mit Feldman, Cage und dem hierzulande praktisch unbekannten US-Komponisten Scott Wollschleger. Wie das alles zusammenhängt und warum die moderne Klavierwettbewerbstradition am Ende ist erläuterte Ilić im Exklusivinterview für the-listener.de. Wir veröffentlichen das Gespräch in zwei Teilen. Heute erscheint der erste Teil, der zweite folgt in Kürze.

Schumann, Rattle und die zweifelhafte Klasse des deutschen Feuilletons

Der herausragende neue Schumann-Zyklus der Berliner Philharmoniker bietet beste Interpretationspraxis – ...und einen vielsagenden Blick in die Untiefen der deutschen Musikkritik

von Rainer Aschemeier  •  1. Juli 2014

Nur selten beginne ich meine Rezensionen mit Zitaten aus den Texten anderer Rezensenten. Hier aber liegt die Sache anders. In diesem Sinne also ein Zitat aus einer Rezension zu der neuen Schumann-Edition der Berliner Philharmoniker, die auch wir hier zu besprechen gedenken:

Rhythmisch gefestigt, entsteht der Eindruck eines reellen, knusprigen Bratens – nicht unbedingt eines Satansbratens, wie ich gleich hinzufügen möchte.

Na, wie finden Sie das?
Der, der das geschrieben hat, war nicht etwa ein dahergelaufener amazon-Rezensent, dessen Horizont und Reichweite nicht über den Vergleich zwischen der Sinfoniekunst Schumanns und dem deftiger Hausmannskost hinausreichen. Nein: der, der das geschrieben hat, wurde für seinen Schmu auch noch bezahlt: Der Bratenhörer verbreitete seine kulinarischen Schumann-Auffassungen über das Kulturradio rbb, Radio Berlin-Brandenburg, und zählt im Übrigen auch zur Jury des Deutschen Schallplattenpreises.

Die besondere CD: Erwin Schulhoff - Konzerte

Klingender Soundtrack der janusköpfigen 1920er-Jahre

von Rainer Aschemeier  •  17. Juni 2014

Vielleicht nur so viel: Schulhoff war einer der wenigen, die sogar Antonín Dvořák noch kennengelernt haben – also einen der wichtigsten Hauptvertreter der Hochromantik – und dann durch das Studium bei Max Reger diese romantischen Werte in eine moderne Richtung gewandelt sahen. Schulhoff nahm neben diesen Einflüssen auch Anleihen bei Strawinsky und sicher auch Bártok, um dann letztendlich aus dieser Melange zu einem schier unverwechselbaren Personalstil zu gelangen, dem charakteristischen „Schulhoff-Sound“, der stets irgendwo zwischen Spätromantik, Expressionismus, Unterhaltungsmusik und Neoklassik hin- und herzupendeln scheint und dennoch so konsistent und kompakt klingt, dass man kaum anders kann, als hier echte Genilaität zu erkennen.

Konzert für Violine... – Solo!

Ulrich Hermann berichtet von einem aufsehenerregenden Konzert

von Ulrich Hermann  •  12. Juni 2014

Werke für Violine solo von Heinz Schubert, Johann Sebastian Bach, Eduard Erdmann, Sergej Prokofjew, Ragnar Söderlind und Eugène Ysaÿe, und das alles an einem Abend! Geht nicht, denken Sie? Geht doch! the-listener.de-Autor Ulrich Hermann hat es miterlebt! (ra)

Berlioz Fantastique?

Ist die neue 10 CD-Box mit historischen Aufnahmen beim documents-Label ihr Geld wert?

von Rainer Aschemeier  •  11. Juni 2014

Große CD-Boxen mit viel Inhalt zum kleinen Preis waren für die kränkelnde Klassik-Branche der 2000er-Jahre der große Rettungsanker. Was Low Budget-Labels wie Brilliant Classics, documents und Naxos vormachten, machten alle nach. Heute sind CD-Boxen so zahlreich wie Sand am Meer, sodass man meistens nicht weiter staunt, wenn eine weitere 10 CD-Box unter’s Volk geworfen wird.
Eine Ausnahme aber gibt es dann doch: Hector Berlioz`Werk war bislang boxenmäßig ein nur wenig beacktertes Feld. Was also taugt die neue 10 CD-Box des documents-Labels, bei dem man für gerade einmal 10–12 € vorwiegend historische Berlioz-Aufnahmen zum Gigabudget-Paketpreis erwerben kann?

Die besondere CD: Danae Dörken – Fantasy

Wie Wasser in der Wüste: Danae Dörken lebt, atmet und empfindet Musik, wie nur wenige andere Nachwuchspianisten in Deutschland

von Rainer Aschemeier  •  9. Juni 2014

Sind Sie auch gelangweilt von den vielen jungen, aalglatt polierten pianistischen Wettbewerbslöwen, die romantische Klaviermusik in etwa so beseelt spielen, wie ein mechanisches Klavier eine Lochkarte abspult?
Dann lesen Sie, was Danae Dörkens zweites Album mit Klaviermusik von Schumann, Schubert und C.P.E. Bach so besonders macht!
Danae Dörken ist eine der wenigen mutigen Individualistinnen der heute heranreifenden Pianistenszene. Das ist wie Wasser in der Wüste!

150 Jahre jung und ! W I L D !

Matinée zum 150-jährigen Bestehen des Symphonieorchesters "Wilde Gungl" am Sonntag, 18. Mai 2014 um 11 Uhr im Prinzregententheater München

von Ulrich Hermann  •  21. Mai 2014


Foto: ©Matthias Hallensleben

Wenn ein sogenanntes „Amateur-Orchester“ sich zum 150. Geburtstag an solch ein Programm „wagt“, wie es an dem Abend (über den the-listener.de-Autor Ulrich Hermann an dieser Stelle berichtet) zur Aufführung kam, kann von „Amateuren“ im Sinne von „mittelmäßig“ keine Rede mehr sein – eher schon von amare = lieben!

Der Requiem-Check

Mozarts Requiem erscheint in diesen Tagen gleich dreimal mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten – Wir haben alle drei angehört!

von Rainer Aschemeier  •  20. Mai 2014

In diesen Tagen erscheinen gleich drei Einspielungen von Mozarts Requiem neu auf CD und SACD. Da zuckt es manchem vielleicht in den Fingern, zumal zum Teil prominente Namen auf den Covers der Neuveröffentlichungen prangen. Ist die Zeit also günstig, um die alte, vielleicht schon in die Jahre gekommene Requiem-Lieblingsaufnahme gerade jetzt zu ersetzen? the-listener.de kam, hörte und schrieb…

Apotheose der russischen Orchestermusik

Die Kolumne: "Listening for the-listener": Christoph Schlüren - Folge XVIII

von Christoph Schlüren  •  26. April 2014

Christoph Schlüren. Foto: ⓒ Maximilian Rossner

Die achtzehnte Ausgabe der Christoph-Schlüren-Kolumne bei the-listener.de widmet sich einem „espekteinflößenden Monster“, wie Christoph Schlüren die dritte Sinfonien Reinhold Glières nennt. Die Sinfonie ist zweifelsohne ein Kultstück, das nun seit Jahren wieder in einer Neuaufnahme vorliegt.

Christoph Schlüren studierte von 1981 bis 1996 bei Sergiu Celibidache Dirigieren und Musikalische Phänomenologie, ergänzt durch ein universitäres Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und der Geschichte der Naturwissenschaften.

Als Leiter des Kammerorchesters „Symphonia Momentum“, als künstlerischer Berater und musikalischer Coach für namhafte Künstler sowie als Mitgründer des engagierten jungen CD-Labels „Aldilà Records“ trägt er aktiv zum Musikgeschehen im deutschsprachigen Raum bei. Zudem ist er einer der einflussreichen Musikautoren unserer Zeit. (RA)

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