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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

L. Janáček – Sinfonietta / Taras Bulba
Bamberger Symphoniker – J. Nott

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Leoš Janáček – Sinfonietta / Taras Bulba

Ohrenöffner aus Bamberg

von Rainer Aschemeier  •  4. November 2014
Katalog-Nr.: 7135 / EAN: 812973011354

Notts Dirigat von Janáčeks sinfonischen Hauptwerken „Taras Bulba“ und „Sinfonietta“ (die, wie wir ja wissen, eigentlich eine ausgewachsene Sinfonie ist) gehörte zu den Highlights des Veröffentlichungsjahrs 2006. Schon 2004 eingespielt, zeigt sie Nott und die Bamberger als Meister der musikalischen Transparenz. Wo andere diese Werke schwer und bombastisch musizierten, scheint es im Rückblick, als hätten Nott und sein Bamberger Orchester schon mal für den anstehenden Mahler-Zyklus geübt.

Die besondere CD: Erwin Schulhoff - Konzerte

Klingender Soundtrack der janusköpfigen 1920er-Jahre

von Rainer Aschemeier  •  17. Juni 2014

Vielleicht nur so viel: Schulhoff war einer der wenigen, die sogar Antonín Dvořák noch kennengelernt haben – also einen der wichtigsten Hauptvertreter der Hochromantik – und dann durch das Studium bei Max Reger diese romantischen Werte in eine moderne Richtung gewandelt sahen. Schulhoff nahm neben diesen Einflüssen auch Anleihen bei Strawinsky und sicher auch Bártok, um dann letztendlich aus dieser Melange zu einem schier unverwechselbaren Personalstil zu gelangen, dem charakteristischen „Schulhoff-Sound“, der stets irgendwo zwischen Spätromantik, Expressionismus, Unterhaltungsmusik und Neoklassik hin- und herzupendeln scheint und dennoch so konsistent und kompakt klingt, dass man kaum anders kann, als hier echte Genilaität zu erkennen.

A. Dvořák - Klaviertrios Vol. 1
Tempest Trio

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Antonín Dvořák - Klaviertrios Vol. 1

Beginn einer vielversprechenden Gesamtaufnahme

von Rainer Aschemeier  •  13. Mai 2014
Katalog-Nr.: 8.573279 / EAN: 747313327973

So lässt man sich seinen Dvořák gern gefallen, und diese erste CD lässt großen Appetit aufkommen nach dem hoffentlich in Bälde folgenden zweiten Teil der Edition. Übrigens ist das Highlight auf dieser ersten CD nicht unbedingt das berühmte „Dumky“-Trio, sondern das vom Tempest Trio in bestechender rhythmischer Finesse und großer, strahlender Schönheit dargebotene dritte Klaviertrio Dvořáks.

L. Janáček - Streichquartette Nr. 1 & 2
Arcadia Quartet

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Leoš Janáček - Streichquartette Nr. 1 & 2

Wer eine neue Referenzeinspielung sucht, sollte diese in Betracht ziehen

von Rainer Aschemeier  •  13. November 2013
Katalog-Nr.: ORC100036 / EAN: 5060189560363

Das nun erschienene Album mit beiden Janáček-Streichquartetten von Orchid-Classics gibt erneut zu Begeisterung Anlass, auch wenn es diesmal vielleicht nicht zur „CD des Jahres“ reichen sollte.
Dass Janáčeks Streichquartette mit den Titeln „Kreutzersonate“ (nach der gleichnamigen Tolstoi-Novelle) und „Intime Briefe“ mit zum Besten gehören, was das Streichquartettrepertoire des 20. Jahrhunderts zu bieten hat, dürfte sich schon lange herumgesprochen haben. Janáčeks Quartette sind längst zu Repertoire-Dauerbrennern geworden – mit allen Vor- und Nachteilen.

The 20th Century Concerto Grosso
Academy of St. Martin-in-the-Fields - Sir Neville Marriner (div. Solisten)

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The 20th Century Concerto Grosso

Eine Legende kehrt zurück: Der fast 90-jährige Neville Marriner dirigiert Schulhoff, Krenek und d'Indy

von Rainer Aschemeier  •  31. Oktober 2013
Katalog-Nr.: CHAN 10791 / EAN: 095115179123

Neville Marriner hat jedoch nicht nur mit der Academy Platten eingespielt – und zwar auf so diversen Labels wie DECCA, EMI, Philips, Collins, ASV, Naxos, chandos, CBS/Sony, capriccio sowie hänssler, sondern er war auch zeitweise Chefdirigent des Minnesota Orchestra (Einspielungen u.a. bei Telarc, EMI, Elektra Nonesuch) und des Radiosinfonieorchesters Stuttgart (Einspielungen u.a. bei capriccio). Etliche Hundert Alben, etliche Hundert Werke hat Marriner dirigiert, von den Anfängen der Barockmusik bis hin zur Neuen Musik und Erstaufführungen (u.a. von Libby Larsen).

Tschechische Streichquartette - Smetana, Dvořák, Janáček, Martinů
Stamitz Quartet

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Tschechische Streichquartette

Kompakter, gut interpretierter Überblick über die tschechische Streichquartettliteratur

von Rainer Aschemeier  •  17. Mai 2013
Katalog-Nr.: 9410 / EAN: 5029365941020

Was Brilliant Classics damals (und heute wieder) auf den Weg gebracht hat, ist nicht weniger als eine der qualitätvollsten und vollständigsten Editionen tschechischer Streichquartetttradition. Und die ist bekanntlich reich an herausragenden Werken, die für echte Streichquartett-Aficionados – und nicht nur die – essenzielle musikgeschichtliche Eckpfeiler bereithält.

L. Janáček - Im Nebel, Sonate 1.X.1905, Auf verwachs'nem Pfad
Helena Basilova (Klavier)

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Leoš Janáček - Klavierwerke

Die "Radikalkur" in Sachen Janáček

von Rainer Aschemeier  •  18. April 2013
Katalog-Nr.: Q12003 / EAN: 9789078740292>

Dieses Album macht einen beim ersten Hören etwas ratlos, denn es ist so radikal anders, als das bislang Gewohnte. Bei mehrmaligem Durchhören kann man auf objektiver Ebene Frau Basilova jedenfalls nicht absprechen, dass sie eine stupende Technik, einen hyperbrillanten Anschlag und zudem eine Menge Mut hat.

Janáček, Prokoffjew, Poulenc - Violinsonaten
Louise Chisson (Violine) / Tamara Atschba (Klavier)

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Janáček, Prokoffjew, Poulenc - Violinsonaten

Von verzweifelt bis sexy - eine grandiose Tour de Force durch drei der besten Violinsonaten des 20. Jahrhunderts

von Rainer Aschemeier  •  25. März 2013
Katalog-Nr.: Gramola 98965 / EAN: 9003643989658

Die qualitativ phänomenale Leistung setzt sich auch in Prokoffjews erster Violinsonate fort, in der Chisson und Atschba sowohl die beißende Ironie als auch die lyrische Kraft der Partitur freizulegen vermögen.
Ihren Poulenc spielen die beiden so hinreißend modern und stilsicher, dass es eine Pracht ist. Der französische Komponist ist in ihren Händen kein Pariser Boulevardkünstler, zu dem er oft herabgewürdigt wird. Chisson und Atschba sehen in Poulenc einen großen Meister des 20. Jahrhunderts und verleihen seiner Sonate dieselbe Expressivität wie zuvor der Janáček- und der Prokoffjew-Sonate, während sie aber die lyrischen, ja „sexy“ Stellen dieses geradezu rätselhaft zwischen Intellekt und Leidenschaft schwankenden Stücks nicht ausblenden.

R. Schumann - Cellokonzert Op. 129 / A. Dvořák - Cellokonzert Op. 104
Philharmonia Orchestra - V. Ashkenazy; J. Walton (Cello)

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Robert Schumann - Cellokonzert Op. 129 / Antonin Dvořák - Cellokonzert Op. 104 & "Leise Wälder" Op. Op. 68, Nr. 5

Medienhighlight mit Ambivalenz-Problem

von Rainer Aschemeier  •  23. März 2013
Katalog-Nr.: SIGCD322 / EAN: 635212032220

Nun, im Fall dieser neuen Vorzeigeveröffentlichung aus dem Hause Signum ist das eine ambivalente Angelegenheit.
Die CD wird zunächst mit einer hervorragenden Darbietung des heute wieder deutlich zu selten gehörten Schumann-Konzerts eröffnet. Hier stimmt einfach alles: Vladimir Ashkenazy setzt auf die bekannten Tugenden der Londoner Philharmonia: Streicher satt!
Geradezu „wohlig“ wirkt dieser samtige Orchesterklang, der nicht zuletzt auch durch Schumanns zurückgenommene Orchestrierung entsteht und somit dem Stück immanent ist. Ashkenazy erkennt das und erliegt glücklicherweise nicht der Versuchung, aus diesem von der Anlage her ja so reflektiven Konzert eine hochdramatische Veranstaltung machen zu wollen.

"Lost Generation"
English Chamber Orchestra - D. Parry; U. Anton (Flöte) & R. Ryan (Klavier)

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"Lost Generation" - Musik von Schulhoff, Ullmann und Tauský

Eine weitere lohnende Veröfffentlichung in der vorbildlichen Gramola-Serie "exil.arte"

von Rainer Aschemeier  •  21. Januar 2013
Katalog-Nr.: Gramola 98964 / EAN: 9003643989641

Unter dem Namen „exil.arte“ legt die Wiener Plattenfirma Gramola seit einigen Jahren eine sehr verdienstvolle und gut zusammengestellte Edition auf, die Musik von den Komponisten beinhaltet, die von der NS-Herrschaft wegen ihrer jüdischen Abstammung, ihrer angeblich „entarteten“ Kunst oder aus sonstigen Gründen diskriminiert, verfolgt, ins Exil getrieben oder gar getötet worden sind.

R. Schumann & A. Dvořak - Klavierquintette
Elias String Quartet & Jonathan Biss (Klavier)

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Robert Schumann - Klavierquintett op. 44 / Antonín Dvořak

Die Serie guter Schumann-Kammermusikeinspielungen setzt sich fort.

von Rainer Aschemeier  •  11. Dezember 2012
Katalog-Nr.: ONYX 4092 / EAN: 880040409229

Es handelt sich bei dem hier eingespielten Stück also um ein epochemachendes Werk, und das auf dieser neuen Onyx-CD zu hörende Elias-Quartett, verstärkt durch den Pianisten Jonathan Biss, scheint das stets und ständig vor Augen zu haben. Die (An-)Spannung, die über dieser Aufnahme liegt, ist förmlich mit Händen greifbar. Das sprichwörtliche „Musizieren auf der Stuhlkante“ ist hier Programm. Hier wird nicht verschleppt, hier wird nicht geschludert, hier scheint jeder einzelne Ton dreimal umgedreht und auf Hochglanz poliert worden zu sein.

A. Dvořák - "Silent Woods" - Musik für Cello und Klavier
C. Poltéra (Cello), K. Stott (Klavier)

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Antonin Dvořák - Musik für Violoncello und Klavier

Werkschau jenseits des weltberühmten Cellokonzerts

von Rainer Aschemeier  •  3. Oktober 2012
Katalog-Nr.: BIS-1947 / EAN: 7318599919478

Es ist einfach sehr, sehr interessant Dvořák auf dem Pfad nachzuspüren, den dieser sozusagen rund um sein weltberühmtes Cellokonzert gelegt hat. Dvořák war bekanntlich zunächst kein begeisterter Cello-Liebhaber. Er hielt das Instrument gleichermaßen für „nasal“ und „grummelnd“. Erst das Spiel des mit ihm befreundeten Cellisten Alois Neruda vermochte ihn zu überzeugen, auch einmal etwas Konzertantes für das Violoncello zu versuchen. Dvořák schenkte der Welt daraufhin sein Cellokonzert, das heutzutage wohl das berühmteste Cellokonzert überhaupt sein dürfte und alljährlich immer und immer wieder in neuen und wiederaufgelegten CD-Einspielungen auf den Markt kommt.

Early Music Recordings Vol. 1
Ensemble Unicorn

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Early Music Recordings of: Ensemble Unicorn; Vol. 1

Einer der herausragenden Glücksmomente des laufenden Veröffentlichungsjahrs

von Rainer Aschemeier  •  11. August 2012
Katalog-Nr.: 8.505230 / EAN: 747313523030

Das Ensemble Unicorn ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Musikgeschichte wieder zu Musikpraxis wird. Und spätestens wenn man sich dabei ertappt, wie man plötzlich im Alltag über 600 Jahre alte Melodien vor sich hin pfeift, merkt man: Diese Gruppe ist etwas Besonderes. Die machen Musik nicht für verkopfte Eigenbrödler, sondern die machen Musik aus Freude an dem Lebensgefühl, dass diese zeitlos vermitteln kann. Das ist aller Ehren wert!

M. Ravel / E. Bloch / L. Janáček - Musik für Violine und Klavier
C. Åstrand (Geige), P. Salo (Klavier)

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Maurice Ravel / Ernest Bloch / Leoš Janáček - Musik für Violine und Klavier (CD + DVD)

Irrlichternde Kammermusik-Amour fou - Atemberaubend!

von Rainer Aschemeier  •  1. August 2012
Katalog-Nr.: ORC100022 / EAN: 5060189560226

Es gibt Momente auf dieser CD, die so innig, annähernd transzendental schön sind, dass man mit atemloser Spannung vor der HiFi-Anlage verharrt. Vor allem im ersten Satz von Ravels wunderbarer Sonate und in Blochs poème mystique finden sich solche Stellen. Sie zählen mit zum Ergreifendsten und ganz schlicht Großartigsten, was ich nicht nur in diesem Jahr sondern überhaupt jemals in Sachen Kammermusik auf CD gehört habe.

A. Dvořák - Klaviertrios (Gesamt-Einspielung)
Gould Piano Trio

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Antonin Dvořák - Klaviertrios (Gesamteinspielung)

Erneut eine Großtat aus dem Hause Champs Hill Records

von Rainer Aschemeier  •  13. Juli 2012
Katalog-Nr.: CHRCD034 / EAN: 5060212590350

Es gibt CDs, denen sieht man ihre hochkarätige Besetzung nicht an. Wer kennt hierzulande schon das Gould Trio? Wenn man aber einmal die Namen der drei beteiligten Musiker des Trios auflistet, macht es bei dem einen oder anderen vielleicht schon eher „Klick“: Lucy Gould zum Beispiel, die das Gould Trio 1992 gründete, hat bereits auf Deutsche Grammophon mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Thomas Hengelbrock aufgenommen. Zudem hat sie Majorlabel-Einspielungen mit Stargeiger Daniel Hope bestritten.

F. X. Dussek - Vier Sinfonien
Helsinki Baroque Orchestra - A. Häkkinen

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Franz Xaver Dussek - Vier Sinfonien

Prager Version der Wiener Klassik

von Rainer Aschemeier  •  2. Juli 2012
Katalog-Nr.: 8.572683 / EAN: 747313268375

Franz Xaver Dussek zählt zu jenen Komponisten, die ich kürzlich in einer Rezension einer Kammermusik-CD als diejenigen „Sterne“ beschrieben habe, die hinter den hell strahlenden „Sonnen“ Mozart und Haydn in den „toten Winkel“ des Musikbetriebs geraten sind. Angesichts des überreichen Füllhorns, dass uns Musikenthusiasten mit der Musik von Haydn und Mozart zur Verfügung steht, hatten Komponisten wie Dussek einfach das Nachsehen – obwohl er durchaus keine unwichtige Rolle im Musikbetrieb seiner Zeit gespielt hat und es sein Werk zudem mit rund 200 fertiggestellten Stücken zumindest quantitativ durchaus mit den großen Namen des 18. Jahrhunderts aufnehmen kann.

Schulhoff, Sibelius, Janáček - Streichquartette
Henschel Quartett

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Erwin Schulhoff, Jean Sibelius & Leoš Janáček - Streichquartette

Hochinteressante Wiederentdeckung von Schulhoffs erstem Streichquartett

von Rainer Aschemeier  •  30. Juni 2012
Katalog-Nr.: NEOS 11006 / EAN: 4260063110061>

Das erste Streichquartett von Leoš Janáček zeigt, dass das Henschel-Quartett mit der musikalischen Sphäre der Osteuropäer sehr viel besser zurecht kommt. Janáček spannendes Werk erfährt durch das Münchener Quartett eine sehr inspirierte, geradezu spannende Interpretation, die der Referenzeinspielung des Schulhoff-Stücks auf derselben CD wieder das Wasser reichen kann.
Ich würde die Henschels gerne einmal Schostakowitsch spielen hören! Ich glaube, dieses Quartett wäre dafür wie gemacht!

G. A. Benda - Sechs Sonaten (1757
Bernhard Klapprott

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Georg Anton Benda - Sechs Sonaten (1757)

Für Tieftaucher in die Vorklassik und Benda-Enthusiasten

von Rainer Aschemeier  •  21. Juni 2012
Katalog-Nr.: AE-10104 / EAN: 4026798101046

Zu eben diesen Komponisten, die heute kaum noch jemand kennt, die aber zu Mozarts Zeiten zu den etablierten Größen der Musikszene gehörten, zählt auch der tschechischstämmige Komponist Georg Anton Benda. Benda schrieb herrliche Konzerte und Sinfonien und wurde vor allem wegen seiner Klaviermusik von der Sonne selbst (von Mozart…) brav gelobt.
Sein Werk ist im Vergleich zu dem der weiter oben genannten Kompositionskollegen überraschend gut auf CD dokumentiert, wozu vor allem die tschechischen und ungarischen Labels Supraphon und Hungaroton beigetragen haben, die sich die Verbreitung von Bendas Werk und Wirken offenbar ganz oben auf die Agenda gesetzt hatten.

L. Janáček - Taras Bulba / Mährische Tänze / Walachische Tänze
Warschauer Philharmoniker - Antoni Wit

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Leoš Janáček - Taras Bulba, Mährische Tänze, Walachische Tänze

Leoš Janáčeks sinfonische Dichtung "Taras Bulba" in einer überzeugenden neuen Einspielung

von Rainer Aschemeier  •  17. April 2012
Katalog-Nr.: 8.572695 / EAN: 747313269570

Dieser Wind hat sich gehörig gedreht. Heute wissen viele „Gelegenheits-Klassikhörer“ nicht einmal mehr etwas von der Sinfonietta, geschweige denn von „Taras Bulba“ oder gar den anderen, auf dieser CD enthaltenen Stücken – den mährischen und den walachischen Tänzen.
Heute ist – zumindest in Deutschland – der Name Janáček annähernd gleichzusetzen mit Oper – vor allem Jenufa. Aber auch die Opern „Das schlaue Füchslein“ oder „Die Sache Makropulos“ sind inzwischen äußerst populär geworden.

Sinfonie Nr. 1 / Violinkonzert Nr. 2
W. Weller - Orchestre National de Belgique, L. Gatto (Violine)

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Bohuslav Martinů — Sinfonie Nr. 1 / Violinkonzert Nr. 2

Hoch interessante Neueinspielung von Martinůs unterschätzer erster Sinfonie

von Rainer Aschemeier  •  31. März 2012
Katalog-Nr.: FUG589 / EAN: 5400439005891

Einspielungen der bedeutenden Sinfonien des nicht minder bedeutenden tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů gibt es inzwischen eine ganze Reihe. Während man früher nur schwer an CD-Einspielungen von Werken des Tschechen mit der unbequemen Musiksprache kam, sind seit den 1990er-Jahren immer mehr engagierte Künstler hervorgetreten, die sich dezidiert dem Schaffen Martinůs gewidmet haben.

G. Mahler - Sinfonie Nr. 7
Bamberger Symphoniker - J. Nott

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Gustav Mahler — Sinfonie Nr. 7

Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker führen Mahlers Siebte in bislang unerreichte Höhen

von Rainer Aschemeier  •  16. März 2012
Katalog-Nr.: 7176 / EAN: 812973011767

Es ist schon komisch: Während man noch Ende der 1980er-Jahre Gesamtausgaben der Mahler-Sinfonien als Zyklus mit der Lupe suchen musste, ist das Œuvre des gebürtigen Böhmen heute geradezu inflationär verfügbar. Doch ist die Gesamtsituation dadurch besser geworden? Ich persönlich denke: Nein!
Zwar gibt es heute tausendundeinen Mahler-Zyklus, einige sogar für sehr wenig Geld, andere wiederum sehr teuer, doch die meisten davon scheren sich nicht um die ganz spezifische, hoch emotionale und vor allem auch sehr psychologisch motivierte Klangwelt Gustav Mahlers – auch wenn bei praktisch jeder Neuauflage Gegenteiliges behauptet wird.

From The Street
Ivana Gavrić

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Janáček, Ravél, Prokoffjew — Ivana Gavrić

Drei Meister der Klaviermusik in "coolen" Deutungen

von Rainer Aschemeier  •  17. November 2011
Katalog-Nr.: CHRCD026 / EAN: 5060212590275

„From The Street“ ist das zweite Album der jungen bosnischen Pianistin Ivana Gavrić und erscheint erneut auf dem äußerst entdeckenswerten und ebenfalls jungen britischen Label „Champs Hill Records“. Gavrić gilt als Janáček-Spezialistin, und mit ihrer jüngsten CD führt sie ihr ebenso einfaches wie überzeugendes Konzept fort, die wichtigsten Klavierwerke Leoš Janáčeks als Zyklus einzuspielen, indem sie ihnen Werke anderer bedeutender Komponisten aus der gleichen Entstehungszeit gegenüber stellt. Das Ergebnis ist ein schillerndes Kaleidoskop europäischer Klavieravantgarde um 1900.

Central Europe
A. Mital & O. Tolan

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Adam Mital & Olimpia Tolan - "Central Europe"

Gelungene CD mit missglücktem "Motto"

von Rainer Aschemeier  •  24. August 2011
Best.-Nr.: SM 153 / EAN: 4260123641535

Adam Mital ist ein junger Cellist aus der Schweiz. Im Alter von 32 Jahren legt er nun seine Debüt-CD beim bayerischen Solo Musica-Label vor. Er bietet auf der mit insgesamt sieben unterschiedlichen, zum Teil mehrsätzigen Stücken recht voll gepackten CD ein Programm, das sich vor allem den osteuropäischen Komponisten Dvořák, Janáček und Martinů widmet. Doch irgendwie musste offenbar auch noch ein richtiger „Crowdpleaser“ mit aufgenommen werden, denn irgendwer muss die CD schließlich kaufen.

A. Dvořák - Streichquartette Nr. 9 & 14
Delmé Quartett

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Antonín Dvořák - Streichquartette Nr. 9 & 14

Hyperbrillanter Dvořák aus Großbritannien

von Rainer Aschemeier  •  4. August 2011
Best.-Nr.: SOMMCD 231 / EAN: 748871323124

Beide Stücke werden vom Delmé-Quartett mit großer Hingabe und sehr hohem Können interpretiert. Dabei können vor allem die leisen Parts überzeugen, denn die Piano- und Pianissimo-Stellen werden von den Briten einfach hinreißend gespielt. Es ist ja manchmal nur ein „Hauch“, aber die Emotionalität, die sich dabei entfaltet, kann einem schon den Atem rauben. Diese Einspielung gehört definitiv zu den allerbesten, die ich bei diesem Repertoire gehört habe.

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