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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

Howe Gelb is all over the map - ein Interview und ein Konzert mit Gästen

GIANT SAND - 5.8.2011, Haus der Kulturen, Berlin

von Frank Castenholz  •  14. August 2011


GIANT SAND & FRIENDS: Nikolaj Heyman, Howe Gelb, Jon Villa, Brian Lopez, Gabriel Sullivan

Howe Gelb, ohnehin nicht für lange Schaffenspausen bekannt, war in den letzten Jahren selbst für seine Verhältnisse erstaunlich umtriebig. Der eigenwillige Workaholic, der 1980 seine erste 7“-Single unter dem Namen Giant Sandworms aufnahm und seitdem mit seiner Band Giant Sand, solo und unter einer Vielzahl von Projektnamen über 40, mal mehr, mal weniger offizielle Alben veröffentlicht hat, ist tatsächlich „all over the map“, wie eine gleichnamige Giant Sand-LP von 2004 suggeriert – geographisch wie stilistisch. Anlässlich des WasserMusik-Festivals in Berlin spielte Howe nun Anfang August erstmals in einer um Musiker des Sergio Mendoza y La Orkestra und zwei Violinen erweiterten Formation, Giant Giant Sand sozusagen. Das Orkestra, das seinen latin-geprägten Big Band-Psychedelia-Rock als „Indie Mambo“ bezeichnet, hat auch Calexico schon auf Bühne und Platte verstärkt. Wenn Howe jetzt mit einer neuen Generation von Musikern aus Tucson spielt, die ihrerseits von Calexico beinflusst wurden, schließt sich gewissermaßen ein Kreis. Giant Sand erweitern damit ihren eklektischen Sound um ungestüme Latin-Elemente und schlagen ein neues Kapitel in der ewig evolvierenden Band-Geschichte auf. Eine Verstetigung des Projekts scheint naheliegend.
Im Interview erfahren wir von Howe unter anderem, wie es zu dieser vielversprechenden Zusammenarbeit kam.

GIANT SAND am Strand - Chaos and Creation in Howe's Backyard

Rolling Stone Weekender, Weißenhäuser Strand, 11.11.2010

von Frank Castenholz  •  2. Dezember 2010

Der Rolling Stone Weekender an der Ostsee etabliert sich zunehmend als attraktive Alternative zur Novemberdepression. Das „Indoor-Komfort“-Konzertwochenende in einer zweckmäßigen Ferienanlage am Weißenhäuser Strand, deren Glanzlosigkeit eine denkbar unabgelenkte Befassung mit der Musik erlaubt, fand 2010 das zweite Mal statt. Das Festival versprach auch dieses Jahr wieder mit Auftritten von arrivierten Bands wie Element of Crime, The Gaslight Anthem, Tindersticks, Cowboy Junkies, The Black Keys und vielversprechenden Newcomern wie insbesondere Warpaint ein fein abgeschmecktes All-you-can-hear-Büffet für den Freund gediegener Ü30-Pop/Rock-Vollwertkost.
Dabei wusste insbesondere der erwartbar unkonventionelle Auftritt von Giant Sand zu polarisieren, denn deren Chef Howe Gelb unternahm einmal mehr keine Anstrengung, sich den Konsumgewohnheiten des flüchtigen Festivalpublikums anzupassen und ein dramaturgisch durchkonzipiertes Set zu spielen.

Nummernrevue 2008

Meine Alben und Filme des Jahres

von Frank Castenholz  •  18. Januar 2009

Besser spät als nie habe ich es doch noch geschafft, mich der bürokratischen Fleißarbeit zu widmen, eine persönliche Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen, zumindest in Gestalt zweier Listen. Die Wertung sieht sich allerdings dem gravierenden Vorbehalt ausgesetzt, dass ich diverse Veröffentlichungen, die in anderen Listen Spitzenplätze belegen, mangels Zeit oder Interesse nicht mit der Sorgfalt wahrgenommen habe, die eine Listenplatzierung möglich gemacht hätte. Wer also z.B. Oasis, Congregation, James Yorkston, White Hinterland, Kitty, Daisy & Lewis, Joane Robertson, Grace Jones oder TV On The Radio vermisst, der sei getröstet: es ist allein meiner Ignoranz geschuldet. Weiterhin gehen meine musikalischen Entdeckungsreisen vornehmlich in die vergangenen Jahrzehnte, so dass ich dem aktuellen Geschehen nicht die vollste Aufmerksamkeit entgegenbringen kann. Jetzt geht es aber los…

Willard Grant Conspiracy & Howe Gelb: C'mon, play us a jazz solo!

Live in Gent am 24. Mai 2008

von Frank Castenholz  •  26. Mai 2008

Willard Grant Conspiracy hatten sich für diese Tour – begleitend zum neuen Album „Pilgrim Road“ – etwas besonderes ausgedacht. Man gönnt sich den Luxus, als 11-köpiges Orchester auf die Bühne zu gehen und die Spielorte nach stimmigem Ambiente handzuverlesen. Die Genter Handelsbeurs wird diesen Ansprüchen ganz gerecht, ein wunderschöner Saal mit gutem Klang sorgte für bestmögliche Voraussetzungen für einen schönen Abend.

2006 gern gehört

Ein persönlicher Jahresrückblick

von Frank Castenholz  •  31. Januar 2007


Howe Home : The Listener / The Band Of Blacky Ranchette : Still Looking Good To Me

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Howe Gelb ... Still Sounding Good To Me!

von Frank Castenholz  •  21. Januar 2004

Ob Howe Gelb seine unerschöpfliche Kreativität nun unter seinem eigenen Namen, als Howe Home, unter Giant Sand, OP8 oder Blacky Ranchette auslebt, spielt letztlich keine entscheidende Rolle, da er bei jeder seiner Veröffentlichungen seinem Stil treu bleibt. Das heißt einerseits umwerfende Songideen und souveräne Musikalität, andererseits das Unfertige, Skizzenhafte, Verrauschte, Unproduzierte als Prinzip. Mit unerwarteten Wendungen und Brüchen ist stets zu rechnen. Auch bei „The Listener“ und „Still Looking Good To Me“ handelt es sich wieder um Platten, die von Gelb aus diversen Aufnahmeorten und Bandbesetzungen zusammengeschaufelt wurden. Durch beide Produkte zieht sich eine souveräne, zutiefst beseelte, federnde Lässigkeit, diesmal aber weitestgehend unter Zusicherung der Zugänglichkeit, selbst und gerade für diejenigen, denen Verschrobenheit nur Argwohn bereitet. Der Klang der beiden Veröffentlichungen ist gleichwohl recht verschieden.

2003 gern gehört

Ein persönlicher Jahresrückblick

von Frank Castenholz  •  11. Januar 2004

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UNDER BYEN in Hamburg: Sounds of Silence

Live im Deutschen Schauspielhaus am 11. Oktober 2003

von Frank Castenholz  •  3. November 2003
Fotos von Jint (www.jint.dk) vom Konzert am 16. Mai 2003 in Aarhus, Dänemark

Man kann wohl kaum sagen, dass die aus Aarhus stammenden Under Byen hierzulande eine bekannte Größe sind. Zwar war ihr Auftritt im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses, einer intimen Studiobühne mit Sitzplätzen, nicht ihr erstes Gastspiel in der Hansestadt. In Dänemark haben sie bereits zwei Platten veröffentlicht (die aktuelle CD aus dem Jahr 2002 heißt “Det er mig, der holder træerne sammen“). Da es bislang aber an internationalen Veröffentlichungen mangelt, sind sie südlich der dänischen Grenze noch ein echter Geheimtipp (der immerhin schon im Rolling Stone lobende Erwähnung fand). Ein wenig überregionale Aufmerksamkeit konnten Under Byen indes mit ihrem Gastspiel auf Howe Gelbs wunderbarer 2003er CD „The Listener“ erhaschen. Während sie auf diesen Aufnahmen jedoch gediegen-zurückgelehnten Barjazzbackground für Gelbs melancholische LoFi-Studien lieferten, schwebt ihr eigener Sound in gänzlich anderen Sphären.

CALEXICO: Spiel ohne Grenzen

Live im Hamburger Stadtpark am 14. August 2003

von Frank Castenholz  •  3. November 2003
(Fotos v. 22. Juli 2003, Muffathalle München: Tommy Gailer)

Zwei Wochen war Hamburg durch eine für hiesige Breiten ungewöhnliche Hitzeperiode lahm gelegt gewesen. Kein Wölkchen am Himmel, flimmernde 30 Grad bis in die Nacht, kaum ein Lüftchen. Die Versuchung war also groß, den nachfolgenden Bericht mit begähnenswerten Anspielungen auf das Wüstenklima zu spicken, mit welchem Calexico – so wird ja gewöhnlich in Platten- oder Konzertrezensionen glaubhaft versichert – jedes Wohnzimmer und jeden Konzertsaal aufheizen. Die Rede ist dann regelmäßig von Mariachis und Morricone, Chilischoten und Kakteen, Gitarrengewirbel unterm Sombrero …

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