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The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

Die besondere CD: Hymns to St Cecilia

Der Musik selbst ein Ständchen gebracht

von Rainer Aschemeier  •  22. November 2014
Katalog-Nr.: CDA68047 / EAN: 034571280479

Es ist vielleicht einer der skurrilsten Übersetzungsfehler der Geschichte: Das lateinische „Cantantibus organis Caecilia Domino decantabat“ in der Heiligenlegende St. Cäcilias wurde missverstanden, und statt „organis“ nahm man „organum“ für gegeben an. Schwupps: Schon ward die heilige Cäcilia zur Patronin erst der Kirchenmusiker gekürt, später zur Patronin der Musik und der Musiker schlechthin. Die meisten Darstellungen zeigen sie orgelspielend – der alte Übersetzungsfehler lässt grüßen!
Wie dem auch sei: Seit jeher ist Cäcilia als Schutzheilige der Musik natürlich vor allem auch bei Komponisten gut angekommen.

Die besondere CD: Anne Hytta - Draumsyn

Das Carpe Diem-Label erfindet sich neu!

von Rainer Aschemeier  •  12. Januar 2014
Katalog-Nr.: CD-16301 / EAN: 403232416013

Das Label „Carpe Diem Records“ beschreitet neue Wege. Die Firma des hervorragenden Tonmeisters Jonas Niederstadt, die bislang vor allem mit Werken aus dem Alte Musik-Fach Furore gemacht hatte, setzt nun auf ein neues Image – und das umfassend!
Ein neues Design- und Verpackungskonzept, neue programmatische Inhalte und zuguterletzt auch ein neuer Vertrieb sollen das Label breiter aufstellen und neuen Hörerschichten bekannt machen.

P. Vasks - Werke für Flöte
Sinfonia Finlandia Jyväskylä - P. Gallois; M. Faust (Flöte), S. Arnold (Klavier)

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Pēteris Vasks - Werke für Flöte

Plakativ und süßlich aber trotzdem schön

von Rainer Aschemeier  •  22. Oktober 2013
Katalog-Nr.: 8.572634 / EAN: 747313263479

Bei Naxos ist nun Vasks‘ Flötenkonzert auf CD erschienen. Es entstand in den Jahren 2007-2008 und wurde 2011 noch einmal überarbeitet. Zusammen mit der Sonate für zwei Soloflöten von 1992, dem 1980er Stück „Landscape with Birds“ für eine Soloflöte sowie „Arie e danza“ für Flöte und Klavier aus dem Jahr 1972 (bearbeitet 2010) dürfte mit diesem Album ein Großteil dessen vorliegen, was Pēteris Vasks insgesamt für die Flöte als Soloinstrument komponiert hat.

P. Glass, John Rutter, Jean Françaix - Cembalokonzerte
West Side Chamber Orchestra - K. Mallon, Ch. D. Lewis (Cembalo)

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Philip Glass, John Rutter, Jean Françaix - Cembalokonzerte

Begeisterndes Debüt-Album des West Side Chamber Orchestra

von Rainer Aschemeier  •  28. September 2013
Katalog-Nr.: 8.573146 / EAN: 747313314676

Dass ein Schüler von John Eliot Gardiner, der durch hervorragende Interpretationen der Sinfonien des Wiener Klassikers Johann Baptist Vanhal irgendwann nun Cembalokonzerte auf einem neuen CD-Album vorlegt, ist erstmal nichts besonderes. Dass es sich dabei allerdings um Cembalokonzerte aus dem 20. Jahrhundert handelt, ist schon ein „Hingucker“.
Zwar weiß jeder, der sich auch nur ein wenig für die Musik des 20. Jahrhunderts interessiert, dass das Cembalo vor allem bei den Neoklassizisten der 1920er- und ‚30er-Jahre eine Renaissance erlebte, mit dem vielleicht herausragenden Werk „Concert champêtre“ aus der Feder Francis Poulencs. Doch es ist schon erstaunlich, dass auch aus späteren Jahrzehnten noch Cembalokonzerte vorliegen.

Kulturförderung mit Weitblick

Eine neue CD von Jennifer Higdon gibt uns Gelegenheit, die "Atlanta School of Composers" vorzustellen

von Rainer Aschemeier  •  10. August 2013

Sie gehört wohl zum Spannendsten, was auf im derzeitigen Musikleben so passiert: die Atlanta School of Composers. Und sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie Kulturförderung gemacht werden sollte: mit Weitblick!

"Delights & Dances"
Chicago Sinfonietta, Harlem Quartet - Mei-Ann Chen

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"Delights & Dances"

Konzerte für Streichquartett und Orchester

von Rainer Aschemeier  •  22. Juni 2013
Katalog-Nr.: CDR 90000 141 / EAN: 735131914123

„Delights & Dances“ – was mag sich dahinter verbergen. Dazu noch das merkwürdige Retro-Cover…
...könnte alles Mögliche sein.

So oder so ähnlich waren meine ersten Gedanken, als ich diese neue CD der Chicago Sinfonietta und des Harlem Quartet in Händen hielt. Ein erklärender (und in meinen Augen besserer) CD-Titel hätte lauten können: Konzerte für Streichquartett und Orchester. Denn genau darum geht es bei den hier versammelten vier Stücken.

Grimms Märchen
Duo Pianoworte

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Grimms Märchen erzählt in Wort und Musik

Neue Kinderklassik-CD vom Duo Pianoworte

von Rainer Aschemeier  •  21. Juni 2013
Katalog-Nr.: KAL 6323-2 / EAN: 4260164632325

Zusammen haben Thiele und Schulze 2002 schon den „ECHO“ in der Sparte „Klassik für Kinder“ erhalten, ebenso übrigens wie 2007 den „Leopold“, den hierzulande namhaftesten Preis für Veröffentlichungen im Bereich der Musik für Kinder.
Der Schritt des Duos Pianoworte, mit dieser CD auch die Märchen der Brüder Grimm für Kinder in Szene zu setzen, ist also ein logischer.

C. Chávez - Klavierkonzert
Orquesta Sinfónica Nacional de México - C. M. Prieto; J. F. Osorio (Klavier)

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Carlos Chávez - Klavierkonzert

Nach 14 Jahren (!) endlich wieder eine Neueinspielung eines Hauptwerks von einem der wichtigen Komponisten des 20. Jahrhunderts

von Rainer Aschemeier  •  16. Juni 2013
Katalog-Nr.: CDR 90000 140 / EAN: 7351319140240

Wissen Sie, wie lange es her ist, das zum letzten Mal eine Neueinspielung eines Werks von Carlos Chávez auf dem deutschen Markt erschienen ist? Vier Jahre ist das nun her!
Und wissen Sie, wann das letzte Mal der Name Carlos Chávez ein Label dazu bewogen hat, diesem hervorragenden Komponisten (fast) eine ganze CD zu widmen? Halten Sie sich fest: 14 Jahre!

H. Górecki - Szeroka woda, Cembalokonzert Op. 40 / M. Górecki - "Concerto Notturno", Nocturne für Orchester
diverse Orchester, Dirigenten und Solisten

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Henryk Górecki - Szeroka woda, Cembalokonzert Op. 40 / Mikołaj Górecki - "Concerto Notturno", Nocturne für Orchester

von Rainer Aschemeier  •  14. Juni 2013

Das polnische Audiophilen-Label DUX ergriff die Flucht nach vorn und veröffentlichte im Mai eine spannende CD: Die Musik Henryk Góreckis wird hier der Musik seines Sohnes Mikołaj Górecki gegenübergestellt. Mikołaj Górecki (*1971) leidet wohl etwas darunter, dass er sich im Schlagschatten seines berühmten Vaters etablieren muss. Insofern ist dies hier eine mutige CD – für das Label DUX ebenso, wie für Mikołaj Górecki, der sich hier einem Vergleich mit dem Werk des Vaters bewusst aussetzt.

I. Venables - Sämtliche Werke für Klavier Solo
Graham J. Lloyd

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Ian Venables - Sämtliche Werke für Klavier Solo

Die eine und die andere Seite von musikalischem "Verwaltungsdenken"

von Rainer Aschemeier  •  15. Mai 2013
Katalog-Nr.: 8.573156 / EAN: 747313315673

Während der Brite Ian Venables in seinem Heimatland zu den meist aufgeführten zeitgenössischen Komponisten gehört, ist er im Rest der Welt kaum bekannt. Das liegt vor allem daran, dass Venables ein Komponist ist, der sich schwerpunktmäßig dem Liedschaffen gewidmet hat. Während das in Großbritannien nach wie vor in voller Blüte zu stehen scheint, ist hierzulande kaum noch davon zu berichten, dass etwa mehr stattfinden würde, als eine weitgehende „Verwaltung“ des überkommenen Erbes. Schumann, Schubert, ja, das mögen wir Deutschen. Und im Wagner-Jahr dürfen es ja auch gern einmal die Wesendonck-Lieder sein. Nur nicht übertreiben!

M. Lindberg - EXPO, Klavierkonzert Nr. 2, Al largo
New York Philharmonic Orchestra - A. Gilbert

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Magnus Lindberg - EXPO, Klavierkonzert Nr. 2, Al largo

CD gewordenes Orchesterspektakel der Sorte "Over the Top"

von Rainer Aschemeier  •  7. Mai 2013
Katalog-Nr.: 8.226076 / EAN: 636943607626

Wow, was pustet denn hier durch die Boxen? Die neue CD des dänischen Labels da capo zeigt, wie viel Erfolg dänische Komponisten in den USA haben können am Paradebeispiel Magnus Lindberg, der zum „composer in residence“ des New York Philharmonic Orchestra aufgestiegen ist.
Kein Wunder, dass die Amerikaner Lindberg in ihr Herz geschlossen haben. Nicht nur heißt er so ähnlich wie einer ihrer größten Helden, die Fliegerlegende Charles Lindbergh, sondern auch seine Musik klingt mehr amerikanisch als skandinavisch.

W. Rihm - 11. Streichquartett, interscriptum, grave
Minguet Quartett / Markus Bellheim (Klavier)

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Wolfgang Rihm - 11. Streichquartett, interscriptum, grave

Drei Gesichter des unberechenbaren Wolfgang Rihm

von Rainer Aschemeier  •  29. April 2013
Katalog-Nr.: WER 6756 2 / EAN: 4010228675627

Vorliegende neue wergo-CD zeigt anhand von drei ausgewählten Stücken für Streichquartett die ganze Vielschichtigkeit von Rihms Werk für Streichquartett. Mit dem 11. Streichquartett, dessen Entstehungsgeschichte sich von 1998 bis 2010 erstreckt (weswegen es erst nach Rihms 12. Streichquartett fertiggestellt wurde), steht ein Hauptwerk aus Rihms umfangreichem Streichquartettœuvre im Zentrum dieser CD. Es ist dies so ein typisches Rihm-Werk, das sich gleichzeitig mit der musikalischen Vergangenheit zu verbrüdern und mit ihr zu brechen scheint. Rihm gibt sich nur scheinbar formbewusst.

Haas - Furrer - Hidalgo - Oehring - Hechtle
Aleph Gitarrenquartett

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Haas - Furrer - Hidalgo - Oehring - Hechtle

Ein bunter Strauß

von Rainer Aschemeier  •  15. April 2013
Katalog-Nr.: NEOS 11208 / EAN: 4260063112089>

Besonders Gitarrenensembles können ein Lied singen von den Schwierigkeiten, die das Instrument mit sich bringt. Umso beeindruckender ist die Leistung, die das süddeutsche Aleph Gitarrenquartett auf seiner CD auf dem Label NEOS vollbringt. Mit höchster Präzision und technischer Meisterschaft gehen die vier Herren hier daran, eine ziemlich bunt gemischte Palette Neuer Musik zu offerieren.

V. Martynov - Lamentations of Jeremiah
Sirin Choir - Andrey Kotov

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Vladimir Martynov - Lamentations of Jeremiah

Knorrig, slawisch, merkwürdig: Vladimir Martynov

von Rainer Aschemeier  •  2. April 2013
Katalog-Nr.: 9403 / EAN: 5029365940320

Der russische Komponist Vladimir Martynov begann als Avantgardist im Umfeld von Alfred Schnittke und Sofia Gubaidulina. Seine frühen Kompositionen widmen sich dem typische serialistischen Modell der 1960er/70er-Jahre.
In den späten 1970er-/frühen 1980er-Jahren wandte sich Martynov dann – ähnlich wie der Este Arvo Pärt, der bereits einige Jahre vor Martynov diesen Weg gegangen war – Studien von uralter slawischer Kirchenmusik sowie der Folklore seiner russischen Heimat zu.

H. Dutilleux - "Correspon-dances", "Tout un monde lointain...", "The Shadows of Time"
Orchestre Philharmonique de Radio France - E.-P. Salonen; B. Hannigan (Sopran), Anssi Kartunen (Cello)

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Henri Dutilleux - "Correspondances", "Tout un monde lointain...", "The Shadows of Time"

Fantastische neue Deutsche Grammophon-CD

von Rainer Aschemeier  •  18. März 2013
Katalog-Nr.: B0017944-02 / EAN: 028947911807

Bei Deutsche Grammophon ist eine schlicht sensationell gute CD erschienen. Auf ihr erklingen die Stücke „Correspondances“ für Orchester und Sopran, das Cellokonzert „Tout un monde lointain…“ sowie das meiner Meinung nach beste Stück auf dieser neuen CD, das „Mini-Oratorium“ „The Shadows of Time“ – allesamt aus der Feder des genialen Komponisten Henri Dutilleux, der auch Salonens Kompositionslehrer war.

Trollfågeln
Emilia Amper

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Emilia Amper - Trollfågeln

Emilia Amper und ihr "Zaubervogel"

von Rainer Aschemeier  •  26. Februar 2013
Katalog-Nr.: BIS-2013 / 7318599920139

Die Schlüsselfidel (schwedisch: Nyckelharpa) war in früheren Zeiten auch in Deutschland als Instrument der Volksmusik verbreitet. Tatsächlich gilt sie (zusammen mit einigen anderen Instrumenten, wie etwa Fidel und Rebec) auch als Vorläuferin zur heutigen Violine, was sie auch musikgeschichtlich interessant macht.
Das ungewöhnliche Instrument ist heute fast nur noch in den skandinavischen Ländern verbreitet, vor allem aber in Schweden, wo alljährlich ein Nyckelharpa-Kongress stattfindet.

"For The End of Time"
Gryphon Trio & J. Campbell (Klarinette)

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Olivier Messiaen - Quatuor pour la fin du temps / Alexina Louie - Echoes of Time / Valentin Silvestrov - Fugitive Visions of Mozart...

Messiaen mit "Bonustrack"

von Rainer Aschemeier  •  14. Februar 2013
Katalog-Nr.: AN 2 9861 / EAN: 774204986124

Aus Interpretensicht ist es ein sehr komplexes und schwierig zu spielendes Stück, vor allem aber weist es eine sehr ungewöhnliche Besetzung auf. Messiaen war bei der Uraufführung, die noch im Kriegsgefangenenlager stattfand, auf die dort anwesenden Musiker angewiesen – und es gab dort nur einen Violinisten, einen Cellisten, einen Klavierspieler und einen Klarinettisten. Hierdurch erklärt sich die ungewöhnliche Besetzung des Stücks, die es in der Folge den Aufführenden immer wieder schwer gemacht hat, vergleichbare Stücke zu finden, um bei einem Konzert ein abendfüllendes Programm bieten zu können.

"Manchmal gehe ich mit Alfred Brendel Mittagessen"

Ein Interview mit dem Pianisten Thomas Hell

von Rainer Aschemeier  •  4. Dezember 2012


ⓒ: jo titze photodesign Hannover

Vor wenigen Wochen hatten wir die jüngste CD-Veröffentlichung des Pianisten Thomas Hell (Ligeti: Etudes/Wergo) auf dieser Seite rezensiert, nun gewann erst vor wenigen Tagen eine weitere CD unter der Beteiligung Hells (Korngold: Kammermusik/tacet) den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Wäre es also übertrieben zu sagen, dass Thomas Hell zurzeit zu den interessantesten deutschen Pianisten überhaupt gehört? Ich denke nicht! Seine CDs sprechen bereits eine beredte Sprache, und im Exklusivinterview mit www.the-listener.de hatte der Künstler nun die Möglichkeit, selbst zu Wort zu kommen…

G. Ligeti - études pour piano
Thomas Hell

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György Ligeti - études pour piano

Ligetis rasantes Verwirrspiel namens Etüden

von Rainer Aschemeier  •  4. Dezember 2012
Katalog-Nr.: WER 6763 2 / EAN: 4010228676327

Das Üben von immer gleichen Bewegungsabläufen kann man auch als Meditation auffassen, die notwendige Beschränkung auf das Allernotwendigste als kreative Herausforderung. Und so wundert es nicht, dass sich die Etüde spätestens Ende des 19. Jahrhunderts zu emanzipieren begann.
Von Frédéric Chopin über Claude Debussy bis hin zu den Vertretern der Neue-Musik-Bewegung wurde die Etüde üer ihren bloßen Selbstzweck hinausgehoben. 1985 schließlich begann auch einer der wichtigsten, weil besten, Vertreter der Neuen Musik, sich mit der Gattung auseinanderzusetzen. Es handelte sich um den ungarisch-österreichischen Komponisten György Ligeti.

P. Glass - Metamorphosis / The Hours
Lavinia Meijer (Harfe)

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Philip Glass - Metamorphosis / The Hours / Opening Piece from "Glassworks"

"... a timbre that was absent before."

von Rainer Aschemeier  •  20. November 2012
Katalog-Nr.: CCS SA 33912 / EAN: 723385339120

Was kann man davon halten, wenn die Bearbeitung von Orchesterwerken für Klavier zum Anlass genommen wird, um sie nochmals für Harfe umzuarbeiten? So suspekt das Ganze klingt: In diesem Fall ist das Unternehmen vollauf gelungen!
Mit dieser neuen CD von dem für seine hochklassigen SACD-Produktionen bekannten niederländischen Label Channel Classics liegt eine besonders schöne Novität für alle Fans des musikalischen Minimalisten Philip Glass vor.

W. Rihm: Sämtliche Werke für Violine und Klavier
Tianwa Yang (Violine) & Nicholas Rimmer (Klavier)

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Wolfgang Rihm - Werke für Violine und Klavier (Gesamteinspielung)

Musikalische Geburtstagsnachlese auf Weltklasseniveau

von Rainer Aschemeier  •  9. November 2012
Katalog-Nr.: 8.572730 / EAN: 747313273072

Wolfgang Rihm zählt zu den bekanntesten und meist diskutierten Komponisten unserer Tage. Er ist einer von nur wenigen deutschsprachigen Komponisten, die es heute auf internationaler Ebene in die „Upper Class“ der Musikerelite geschafft haben. Dabei ist er nicht unumstritten.
Die Erdung seines absolut unverkennbaren, oft schon anhand der ersten paar Töne identifizierbaren Stils Musik zu schreiben, fand von Anfang seiner Karriere an bis heute in der Spätromantik statt. Nicht wenige werfen Rihm daher vor, ein reaktionärer Komponist zu sein – und im engeren Sinne somit nicht „modern“.

Dragon Rhyme
The Hartt School Wind Ensemble - G. Adsit

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Dragon Rhyme - Musik von Jennifer Higdon, Kurt Weill und Chen Yi

Hervorragende neue CD aus der Reihe "Wind Band Classics"

von Rainer Aschemeier  •  16. Oktober 2012
Katalog-Nr.: 8.572889 / EAN: 747313288977

Eine in allen Belangen wahrlich exzellente neue CD ist jüngst in der Serie „Wind Band Classics“ bei Naxos erschienen. Sie beinhaltet drei Stücke für Blasorchester, zum Teil mit Soloinstrumenten. Alle drei Stücke sind in unterschiedlichem Ausmaß der modernen Musik zuzuordnen.
Eröffnet wird das Programm von dem Sopransaxophonkonzert der von uns immer wieder gern ob ihrer sehr überzeugenden Kompositionsweise gelobten US-Amerikanerin Jennifer Higdon. Higdon gehört in den USA zu den inzwischen etablierten und höchstdotierten Komponistinnen der Gegenwart – und es ist eine Schande, dass sich der deutsche „Kulturbetrieb“ so vehement gegen so hervorragende Komponistenpersönlichkeiten wie sie oder auch ihre Kollegin Libby Larsen verschließt.

21st century portraits - Shih
Ensemble "Die Reihe" - Georg Fritzsch; National-Sinfonie-Orchester Taiwan - Chien Wen-Pin

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21st century portraits - Shih

Entgegen der "Tradition"?

von Rainer Aschemeier  •  2. Oktober 2012
Katalog-Nr.: 5111 / EAN: 845221051116

Im Jahr 1974 kam ein 24-jähriger taiwanesischer Musikstudent nach Österreich, um an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst Komposition und Harfe zu studieren – so schreibt es jedenfalls die wikipedia. Sie ist eine der wenigen Quellen, wenn man mehr über Shih herausfinden will – jenen Musikstudenten, der heute zu den interessantesten Komponisten Neuer Musik zählt.
Wer von Shih bislang noch nichts gehört hat, sollte die Schuld nicht bei sich suchen. Gerade einmal eine einzige CD-Veröffentlichung mit Werken Shihs war bis zum Erscheinen dieser hier vorgestellten neuen Retrospektive beim Label capriccio erschienen.

Hommage á Clara Schumann
Katharina Deserno (Cello) & Nenad Lečič

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Hommage á Clara Schumann

Entdeckungen am laufenden Band

von Rainer Aschemeier  •  29. September 2012
Katalog-Nr.: KAL 6317-2 / EAN: 4260164631724

Immer noch wissen viele Klassik-Hörer nicht, dass Clara Schumann neben ihrer weithin bekannten Laufbahn als virtuose Pianistin und natürlich auch als Ehefrau Robert Schumanns auch komponierte. Sie gehört zu den dramatischsten Episoden im Leben der Schumanns: Die Zeit, in der sich Clara Robert zuliebe von der Komposition abwandte und fortan eher ein Schattendasein neben ihrem Ehemann führen sollte.
Man kann an dieser Situation aus heutiger Zeit viel herumkriteln. Hätte Robert Schumann seine hoch begabte junge Frau nicht eher ermuntern sollen, statt sie dazu zu drängen, das Komponieren aufzugeben?

Radio - someone still loves youuuuu...

Von the-listener.de rezensierte CDs nun auch zum Nachhören!

von Rainer Aschemeier  •  14. September 2012

Erstmals seit seinem Beginn vor neun Jahren macht the-listener.de seinem Namen volle Ehre: Alle CDs, die auf unserer Startseite hier rechts in der Rezensionsspalte zu sehen sind, können Sie nun in Auszügen auch anhören!
In Kooperation mit laut.fm haben wir einfach unser eigenes, für alle Nutzer komplett kostenloses webradio ins Leben gerufen: laut.fm/the-listener.
Damit dürfte the-listener.de das derzeit einzige deutschsprachige Klassikrezensionsportal im Netz sein, das seinen Nutzern nicht nur fundierte Rezensionen anbietet, sondern auch die Möglichkeit, das, worüber man gerade noch gelesen hat, gleich probezuhören zu können – und das in hoher Stream-Qualität, technisch unkompliziert, und selbst auf externen Endgeräten nutzbar – natürlich auch als App für IPad, IPhone und co.

S. Pohjola - Sinfonien Nr. 1 & 2
Finnisches Radio-Sinfonie-Orchester - S. Oramo

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Seppo Pohjola - Sinfonien Nr. 1 & 2

Entdeckenswerte sinfonische Neuheiten aus Finnland

von Rainer Aschemeier  •  8. September 2012
Katalog-Nr.: ABCD 339 / EAN: 6417513103397

Vor allem Pohjohlas erste Sinfonie aus dem Jahr 2002 trägt viel vom Geist Paul Hindemiths in sich – und das ist durchaus als Kompliment gemeint! Das Stück fußt auf einer persönlichen Tragödie im Leben des Komponisten, nämlich dem plötzlichen Tod seiner beiden Brüder. Ihnen ist die klassisch viersätzig gehaltene Sinfonie gewidmet.
Das Stück scheint auch inhaltlich eine Trauerarbeit zu sein.

"But Not Forgotten" - Musik afro- amerikanischer Komponisten
M. Eley (Klarinette) / L. DeSa (Klavier)

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"But Not Forgotten" - Musik afroamerikanischer Komponisten

Überraschungen am laufenden Band

von Rainer Aschemeier  •  18. August 2012
Katalog-Nr.: DSL-92156 / 053479215628

Ein Hauch von Dèja-vu-Effekt stellte sich bei mir unlängst ein, als ich die neueste CD des hochklassigen Sono Luminus-Labels (ehemals bekannt als „Dorian“) auf den Schreibtisch bekam. Mit „But Not Forgotten“ legt Klarinettist Marcus Eley zusammen mit seiner Duettpartnerin Lucerne DeSa eine hochklassige Anthologie US-amerikanischer Musik für Klarinette und Klavier vor – und eben das, gab es auch im August 2011 aus dem Hause Sono Luminus (damalige Rezension siehe hier).

J. MacMillan - Veni, Veni, Emmanuel (MacMillan Series Vol.1)
Niederländische Radio-Kammer-Philharmnonie - J. MacMillan

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James MacMillan - Veni, Veni, Emmanuel (Konzert) / "A Deep but Dazzling Darkness" / Í (A Meditation on Iona)/

Die erste CD in challenge classics' ambitioniertem "MacMillan Series"-Projekt

von Rainer Aschemeier  •  25. Juli 2012
Katalog-Nr.: CC72540 / EAN: 608917254020

Nun soll es gar eine ganze CD-Reihe geben, die sich MacMillans Werken widmet, also offenbar so etwas wie eine Art Werkretrospektive auf mehreren CDs. Und dieses Unternehmen startete unlängst ausnahmsweise mal nicht in Großbritannien, sondern auf dem europäischen Festland, genauer gesagt in den Niederlanden. Das für seine hohe Qualität bekannte Label challenge classics eröffnet mit dem hier vorgestellten „Vol. 1“ seine „MacMillan series“. Wie viele CDs sie letzten Endes umfassen wird, werden wir sehen.

Seelenvogel
Meininger-Trio

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Meininger-Trio - "Seelenvogel"

Follow-Up zum letztjährigen Jahresbestenlisten-Kandidaten "Voices of the Rainforest"

von Rainer Aschemeier  •  11. Juli 2012
Katalog-Nr.: 60247 / EAN: 885150602478

Nun legt das Meininger-Trio seine neue CD vor, die den Titel „Seelenvogel“ trägt. Das Konzept ist ähnlich, wie jenes der Vorgänger-CD: Es wird moderne Musik für die ungewöhnliche Besetzung Flöte, Klavier und Cello vorgestellt, wobei insbesondere Stücke Berücksichtigung finden, die über programmatische Aspekte erschlossen werden können. Dieser Ansatz zeichnete bereits „Voices of the Rainforest“ aus und machte jene CD auch zur idealen „Einstiegsdroge“ für Neugierige auf die internationale Kammermusik des 20. und vor allem 21. Jahrhunderts.

A. Hailstork - Sinfonie Nr. 1 / An American Port Of Call / etc.
Virginia Symphony Orchestra & Chorus - JoAnn Falletta; Kevin Deas (Bariton)

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Adolphus Hailstork - Sinfonie Nr. 1 / "An American Port of Call" und weitere Orchesterwerke

Von fortgeschrittenem "Strawinskynismus" und Pathos-überladenen Oratorien

von Rainer Aschemeier  •  4. Juli 2012
Katalog-Nr.: 8.559722 / EAN: 636943972229

Aus meiner persönlichen Sicht liegen die Amerikaner mit ihrem Trend auch gar nicht so verkehrt, sollte es doch die oberste Maxime sein, Neue Musik auch zu den Menschen zu bringen. Doch das, was manche US-Komponisten so vom Stapel lassen, ist manchmal ganz schön krudes Zeug.
Da gibt es Stücke, die platzen vor Pathos und Historienverehrung, andere sind programmatisch bis zur unfreiwilligen Komik, und wieder andere sind dem Jazz eigentlich näher als der Neuen Musik.
Letztendlich gibt es unter der neu-tonalen US-E-Musik aber auch viel Hörenswertes.

K. Penderecki - Hornkonzert "Winterreise" u. a. Orchesterwerke
Warschauer Philharmoniker - A. Wit

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Krzysztof Penderecki - Hornkonzert "Winterreise" / Partita / De natura sonoris I / Anaklasis / The Awakening of Jacob / Fonogrammi

Pendereckis umstrittenes Hornkonzert in vollendeter Darbietung

von Rainer Aschemeier  •  17. Juni 2012
Katalog-Nr.: 8.572482 / EAN: 747313248278

Pendereckis „Winterreise“ ist eine überwiegend neoromantische Schwelgerei im Orchester- und Hornklang, die zuweilen Erinnerungen an die Musik von Richard Strauss aufkommen lässt.
Ist das noch Penderecki?
Einerseits ja, natürlich, denn das Konzert stammt schließlich aus seiner Feder. Andererseits… ist das Stück dann eine Kapitualation des Avantgardisten vor dem Reaktionären?

A. Glasunow / N. LeFanu / K. Meyer - Saxophon-Konzerte
Niederländische Radio-Kammer-Philharmonie - M. Hamel, J.-E- Kelly (Saxophon)

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Glasunow, LeFanu, Meyer - Saxophonkonzerte

Sternstunden für ein "aquatisches Instrument"

von Rainer Aschemeier  •  27. Mai 2012
Katalog-Nr.: NEOS 10910 / EAN: 4260063109102>

Die meisten Musikhörer kennen es so gut wie ausschließlich aus der Jazzmusik, nicht wenige halten es im klassischen Orchester perse für verzichtbar und Claude Debussy beschimpfte es einst als ein „aquatisches Instrument“: Das Saxophon.
Keine Frage – das Saxophon hatte es als relativ späte Entwicklung nicht leicht, sich im klassischen Sinfonieorchester durchzusetzen. 1840 von dem belgischen Instrumentenbauer Adolphe Sax erfunden, bekam das Saxophon mit seinem sonoren Sound ab 1845 zunächst einen Stammplatz in französischen Militärkapellen. Erst etwas später entdeckten es klassische Komponisten wie Hector Berlioz oder Giacomo Meyerbeer.

All Shall Be Well
Exultate Singers, D. Ogden

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"All Shall Be Well"

von Rainer Aschemeier  •  22. Mai 2012

Jeder von uns kennt das: Musik beeinflusst die psychische Stimmungslage. Daher ist es umso erstaunlicher, dass die Musik, die das Trauern begleiten soll – also einen der eindrücklichsten Wesenszustände des Menschen – in der Publikumswahrnehmung solch ein Schattendasein führt.
Erst, wer selbst in Trauer, zum Beispiel über den Tod eines geliebten Menschen, verfällt, wird nach Reflexionsmitteln suchen, um die schwere Zeit durchstehen und verarbeiten zu können. Ein solches Mittel kann Musik sein.

21st century portraits
Ensemble XX. Jahrhundert

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21st century portraits - Ensemble XX. Jahrhundert

Mehr oder weniger zukunftsweisende Klänge aus dem 21. Jahrhundert

von Rainer Aschemeier  •  6. Mai 2012
Katalog-Nr.: 5129 / EAN: 845221051291

Wer www.the-listener.de regelmäßig liest, weiß, dass unsere website neben vielem anderen vor allem ein Augenmerk auf die Musik der klassischen Moderne sowie der sogenannten Neuen Musik hat.
Leider ist von der „E-Musik“ des bisherigen 21. Jahrhunderts derzeit immer noch sehr wenig in Einspielungen erhältlich. Eine vorbildliche CD des Ensembles XX. Jahrhundert tritt nun an, um dies zu ändern.

P. Maxwell Davies - Sinfonie Nr. 1 / Mavis in Las Vegas
BBC Philharmonic - P. Maxwell Davies

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Peter Maxwell Davies — Sinfonie Nr. 1 / Mavis in Las Vegas

Konservative Hipness aus dem Collins-Keller

von Rainer Aschemeier  •  30. März 2012
Katalog-Nr.: 8.572348 / EAN: 747313234875

Sammler, die oft Seltenheit und Werterhaltung ihrer Tonträgersammlung aus sind, werden es wahrscheinlich schlimm finden, doch für alle „Ottonormalhörer“, die einfach nur am gepflegten Musikgenuss interessiert sind, ist die Zeit, in der wir leben, ein Fest. Denn nun erscheinen auch solche, seit langer Zeit vergriffen geglaubte „Schätzchen“ wieder auf CD, die man für immer verloren geglaubt hatte. War man also gerade noch dabei, gedanklich zu kalkulieren, wie schmerzvoll es sein würde, vielleicht zwischen 30 und 50 Euro für eine seltene CD der in Würde versorbenen Klassik-Indies Collins Classics und Music Masters zücken zu müssen, kann man nun sehr viel budgetorientierter an die begehrte Musik kommen.

D. Schostakowitsch / R. Schtschedrin - Klavierkonzerte
Mariinsky-Orchester - V. Gergiev

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Dmitri Schostakowitsch - Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 / Rodion Schtschedrin - Klavierkonzert Nr. 5

Licht und Schatten

von Rainer Aschemeier  •  27. März 2012
Katalog-Nr.: MAR0509 / EAN: 822231850922

Die Neuerscheinung auf dem eigenen Label des Orchesters aus St. Petersburg, das einst die Uraufführungen großer Tschaikowsky- und Prokoffiew-Ballette bestritt, enthält auch heuer ein durch und durch russisches Programm. Beide Klavierkonzerte von Dmitry Schostakowitsch – einst Raritäten des Tonträgersektors, heute aber in vielen zum Teil sehr guten Einspielungen verfügbar geben sich die Klinke in die Hand mit einem auch heute noch sehr selten auf CD zu findenden Stück. Es handelt sich hierbei um das fünfte Klavierkonzert des großen zeitgenössischen Komponisten Rodion Schtschedrin.

Portals
St. Petersburg Symphony Orchestra - V. Lande

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"Portals"

Neue CD des St. Petersburger Sinfonieorchesters unter der großartigen Leitung von Vladimir Lande

von Rainer Aschemeier  •  21. Februar 2012
Katalog-Nr.: MARQUIS 81423 / EAN: 774718142320

Die CD, die auf dem in Deutschland leider nur per Import zu beziehenden kanadischen „Marquis“-Label erschien, ist vom St. Petersburger Sinfonieorchester unter Leitung seines ersten Gastdirigenten Vladimir Lande hervorragend eingespielt worden. Es ist dies nun schon die zweite CD in dieser Besetzung, die www.the-listener.de vollauf überzeugen konnte.

C. Theofanidis - Symphony No. 1 / P. Lieberson - Neruda Songs
Atlanta Symphony Orchestra - R. Spano

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Christopher Theofanidis - Symphony No. 1 / Peter Lieberson - Neruda Songs

Das "singende" Orchester des Christopher Theofanidis

von Rainer Aschemeier  •  18. Februar 2012
Katalog-Nr.: CD-1002 / EAN: 816436010014

Die erste hier auf www.the-listener.de vorzustellende Neuerscheinung von „ASO Media“ ist deren erst erst zweite Veröffentlichung auf dem brandneuen Label. „ASO Media“ ist nämlich das neue, eigene Label des Atlanta Symphony Orchestra.

Zukunftsweisend, altbacken oder einfach nur renitent?

Zeitgenössische US-Komponisten feiern Welterfolge mit neu-tonaler Musik - und die deutsche Klassik-Szene verschläft es!

von Rainer Aschemeier  •  16. Februar 2012

Während wohl kaum jemand abstreiten wollen würde, dass Amerika nach wie vor DER Taktgeber in Sachen Popmusik ist, nach dessen Pfeife die ganze Welt zu tanzen bereit ist, wird doch der Unterschied zwischen europäischer und amerikanischer Denkweise nirgendwo offensichtlicher als im Bereich der klassischen Musik.

E. Cordero - Caribbean Concertos
I Solisti di Zagreb; P. Romero (Gitarre), G. Figueroa (Geige)

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Ernesto Cordero — Caribbean Concertos

Weniger karibisch als vielmehr Pop-/Musical-beeinflusst

von Rainer Aschemeier  •  23. Dezember 2011
Katalog-Nr.: 8.572707 / EAN: 747313270774

Mit Komponisten aus Puerto Rico hat man es nicht alle Tage zu tun, doch Ernesto Cordero ist einer der wenigen „Klassik“-Tonschöpfer aus dem karibischen Inselstaat, der mit seiner Musik nicht nur international bekannt geworden ist, sondern vielmehr sogar zu einigem Weltruhm gelangt ist. Naxos widmet Cordero unter dem Titel „Caribbean Concertos“ nun eine ganze CD. Enthalten sind Konzerte für Gitarre und Geige aus den Jahren 1998 bis 2009 — für Klassik-Maßstäbe also sehr junge Werke.

Phoenix
English Chamber Orchestra, B. Wallfisch; E. Pailthorpe (Oboe)

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Patterson, Vaughan Williams, Howells - Oboenkonzerte

Tolle Zusammenstellung von konzertanten Oboenwerken aus Großbritannien

von Rainer Aschemeier  •  3. Dezember 2011
Katalog-Nr.: CHRCD025 / EAN: 5060212590268

Die vorliegende CD bietet eine schöne Zusammenstellung konzertanter Werke für Oboe und Orchester aus Großbritannien — mit einigen bemerkenswerten Ungewöhnlichkeiten: Das beginnt bereits bei der Vermarktung der CD. Ohne Zweifel sind Orchester und Dirigent bei dieser Einspielung die „zugkräftigen“ Namen. Trotzdem wird die relativ unbekannte walisische Oboistin Emily Pailthorpe hier ganz ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Und das durchaus zurecht…

My Broken Machines
Ed Bennett

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Ed Bennett - My Broken Machines

Zwischen Breakbeat und Langeweile

von Rainer Aschemeier  •  6. Oktober 2011
Katalog-Nr.: NMC D169 / EAN: 5023363016926>

Bennetts Markenzeichen ist eine gewisse rhythmische Vertracktheit, die mal abgehackt und „kantig“ wirkend Erinnerungen an Breakbeat-Klänge aus dem Popmusikbereich aufkommen lässt, um gleich darauf in lange, mitunter eintönig wirkende Passagen automatisiert wirkender „Dampfmaschinenmusik“ zu verfallen, wie wir sie von Komponisten wie Mossolow oder Honegger schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu hören bekamen. Zwar haben alle Stücke auf dieser Neuveröffentlichung des lobenswerten britischen NMC-Labels ihre Eigenheiten, doch rhythmische Kinkerlitzchen der genannten Art weisen sie alle auf, die Kompositionen von Ed Bennett.

Monteverdi - a trace of grace
Michel Godard

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Michel Godard — Monteverdi - a trace of grace

Monteverdi goes Jazz?

von Rainer Aschemeier  •  15. September 2011
Katalog-Nr.: CD-16286 / EAN: 4032324162863

Wäre „Crossover“ nicht so ein Wort, bei dem man sofort zusammenzuckte und unweigerlich an Mambo-Versionen von Bach-Konzerten denken müsste, so wäre es sicher ein passender Begriff für diese neue CD aus dem Hause Carpe Diem records: ein Jazz-Trio und drei Musiker aus den Bereichen Alte und Neue Musik treffen aufeinander und beschließen, sich in einem kreativen Schaffensprozess der Musik von Claudio Monteverdi zu nähern. Sie tun das in einem Zisterzienserkloster, der Abtei von Noirlac im Herzen Frankreichs. Am Ende stehen etwa 50% neuer Jazzkompositionen, die zum Teil auf Instrumenten aus Monteverdis Zeiten (Stichwort „Serpent“) gegeben werden und 50% originale Monteverdi-Stücke, die jedoch alles andere als „original“ dargeboten werden, sondern mit neuen Arrangements und einem ordentlichen Schlag Cool Jazz versehen werden.

Arvo Pärt - Klaviermusik
R. van Raat, Niederländ. Radio-Kammerphilharm., JoAnn Falletta

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Arvo Pärt — Klaviermusik

Toller Überblick über das Klavierschaffen des estnischen Star-Komponisten

von Rainer Aschemeier  •  11. September 2011
Best.-Nr.: 8.572525 / EAN: 747313252572

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde diese neue Naxos-CD vor allem Musik für Solo-Klavier von Arvo Pärt enthalten, jenem estnischen Komponisten, der spätestens seit der zigtausendfach verkauften ECM-CD mit dem Titel „Tabula Rasa“ zu den Bestsellern unter den zeitgenössischen Komponisten gehört. Doch das stimmt nicht: Die CD enthält etwa gleich viel Soloklaviermusik und Musik für Klavier und großes Orchester. Der Eindruck entsteht nur dadurch, dass es sich bei dem Programm dieser CD um relativ viele relativ kurze Klavierstücke handelt und um einen mehr als 35-minütigen „Orchesterboliden“ namens „Lamentate: Homage to Anish Kapoor and his sculpture `Marsyas´“ aus dem Jahr 2002.

Lysøen - Hommage à Ole Bull
Nils Økland & Sigbjørn Apeland

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Nils Økland & Sigbjørn Apeland — Lysøen - Hommage à Ole Bull

Die Geschichte vom geschwundenen Weltruhm des Geigers Ole Bull

von Rainer Aschemeier  •  31. August 2011
Best.-Nr.: ECM 2179 / EAN: 0602527402468

Es sind exakt diese Platten, die zwischen allen Stühlen die Freiheit an der Musik neu ausloten, die das Leben als Musikhörer auch weiter spannend machen. Ein großartiges Experiment und eine herrliche Hommage an einen heute vergessenen Weltstar von einst. So melancholisch, wie man angesichts des total geschwundenen Weltruhms von Ole Bull werden kann, so melancholisch ist das Album „Lysøen“.

Voices of the Rainforest
Meininger-Trio

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Meininger-Trio — Voices of the Rainforest

Keine Angst vorm Regenwald!

von Rainer Aschemeier  •  6. August 2011
Best.-Nr.: PH11039 / EAN: 881488110395

Das Meininger-Trio musiziert (wie man aus den bisherigen Ausführungen sicher schon herauslesen konnte) in der Besetzung Flöte, Klavier und Violoncello. Sämtliche Stücke dieser CD spielt es in einer Präzision, die beachtlich ist, jedoch an Emotionalität und Wärme ebenfalls nichts vermissen lässt. Es ist diese beeindruckende Kombination, welche die hier versammelten Darbietungen wirklich zu etwas ganz Besonderem machen. Die Aufnahme wird durch einen annähernd perfekt eingefangenen Sound abgerundet, der endlich (!) auch mal zeigt, wie tief in den Basskeller ein Klavier hinabreicht.

P. Moss - Meditation und Psalm, Voyage, Cinq tableaux de Caspar David Friedrich
Poln. Nat.-Radio-Sinfonieorch. Katowice, Michał Klauza, div. Sol.

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Piotr Moss - Meditation und Psalm, Voyage, Cinq tableaux de Caspar David Friedrich

Von Harfen, die mit dem Schlagzeug streiten und sinfonischen Kommentaren zu den Gemälden eines großen Romantikers

von Rainer Aschemeier  •  2. August 2011
Best.-Nr.: DUX 0820 / EAN: 5902547008202

Piotr Moss, 1949 geboren, hatte bei Witold Lutosławski studiert (den ich persönlich für einen der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts halte) und war offenbar auch einer der letzten Schüler Nadia Boulangers, die bekanntlich von Aaron Copland über Quincy Jones bis hin zu Philip Glass eine extrem hohe Anzahl Studenten um sich versammeln konnte, die später zu den einflussreichsten Musikgenies der Gegenwart gehören sollten.

Barbara Mühlenhoff - Goethe und die Musik

Ein neues Buch beleuchtet Goethes Beziehungen zu berühmten Komponisten seiner Zeit und seine Gedanken zur Musik an sich

von Rainer Aschemeier  •  24. Juli 2011
ISBN: 9783650238153

Vor wenigen Tagen erschien das neue Buch der Musikwissenschaftlerin und Musikrezensentin Barbara Mühlenhoff, die einige Leser vielleicht von ihren Konzerteinführungen im Rahmen des Festivals Klevischer Klaviersommer her kennen. Frau Mühlenhoff beleuchtet in ihrem neuesten Buch die Beziehungen des deutschen „Dichterfürsten“ Johann Wolfgang von Goethe zu den Komponisten seiner Zeit sowie seine Gedanken zur Musik als Kunstform.

E. v. Dohnányi & K. Penderecki - Sextette
Ensemble Kheops

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E. v. Dohnányi - Sextett op. 37 & K. Penderecki - Sextett für Klarinette, Horn, Streichtrio und Klavier

Rare Sextette für Entdecker

von Rainer Aschemeier  •  23. Juli 2011
Best.-Nr.: FUG585 / EAN: 5400439005853

Ein sehr spannendes Programm serviert uns die belgische Kammermusikformation „Ensemble Kheops“ auf ihrer neuesten CD, die beim französischen Label „Fuga Libera“ erscheint. Es werden hier nämlich zwei Hauptvertreter der osteuropäischen Moderne einander gegenübergestellt, von denen der eine (Ernő von Dohnányi) ein weitgehend vergessenes „Überbleibsel“ modern angestrichener Spätromantik der Jahrhundertwende darstellt, während der andere (Krzysztof Penderecki) ein mittlerweile gemäßigter Ex-Avantgardist und einer der bekanntesten Komponisten unserer Zeit ist.

Dedicated to Chaos
Queensrÿche

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Queensrÿche - Dedicated to Chaos

Es fehlen weiterhin Saft und Kraft

von Rainer Aschemeier  •  13. Juli 2011
EAN: 016861773427

Überwiegend regiert ein schwerer Mid-Tempo-Beat, der durch grungig-angezerrte Gitarren und jede Menge effekthascherischer postproduction-Sounds begleitet wird. Sänger Geoff Tate ist weiterhin hervorragend bei Stimme, wirkt jedoch zunehmend wie ein Fremdkörper, da er die einzige Konstante aus alten Glanzzeiten zu sein scheint. Selbst gute Ansätze, wie etwa das knackige Riff von „Retail Therapy“, werden durch erstaunlich uninspirierte Melodien „drumherum“ zunichte gemacht; selbst der Innenaufbau solcher Songs wirkt chaotisch oder besser gesagt „unaufgeräumt“.

What's It All About
Pat Metheny

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Pat Metheny - What's It All About

Metheny als Fan

von Rainer Aschemeier  •  5. Juli 2011
EAN: 0075597964707

Beinahe jedes Jahr beglückt Gitarrist Pat Metheny sein Publikum mit einem neuen Album. Und obwohl man Metheny in einschlägigen Musiklexika und selbst in der wikipedia in der Regel unter „Jazz“ einsortiert findet, gibt es doch kaum einen Musiker, der das Schubladendenken á la Lexikon mehr ad absurdum geführt hat, als er. Der US-Amerikaner rekrutiert seine Fans schon seit langem aus allen möglichen Lagern – egal, ob Rockfans, Jazzer, passionierte Klassikhörer, Folkbarden oder Gelegenheits-Musikhörer: Irgendwie finden alle Metheny gut.

Fomo
Liam Finn

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Liam Finn - Fomo

Lauer Grillabend mit Schlagsahne-Bad

von Rainer Aschemeier  •  1. Juli 2011
EAN (CD-Version): 602527720333

Bislang vor allem in Australien und Neuseeland zu den hippen Acts gezählt, führt Liam Finn hierzulande noch ein Schattendasein. Finns Geschichte ist ganz ähnlich, wie die von Musikern wie Jeff Buckley oder Arlo Guthrie, denn auch hier lautet die Konstellation: Begabter Sohn folgt auf legendären Vater. In Liam Finns Fall lautet der Vorname des Herrn Papa „Neil“ — und damit dürfte eigentlich alles gesagt sein. Denn Neil Finn ist bekanntlich das Mastermind hinter der legendären Gruppe „Crowded House“.

Channel Pressure
Ford & Lopatin

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Ford & Lopatin - Channel Pressure

"Futureshock" für Youngster

von Rainer Aschemeier  •  21. Juni 2011
EAN: 602527706825

Ganz spannend finde ich eine neue Veröffentlichung im Bereich der elektronischen Musik, die ich Euch deswegen hier vorstellen möchte. Es handelt sich dabei um das Debüt des Duos „Ford & Lopatin“. Dahinter verbergen sich die Produzenten Daniel Lopatin (in der Szene wohl besser unter dem haarsträubenden Synonym „Oneohtrix Point Never“ bekannt) und Joel Ford, der eigentlich bei der Elektro-meets-70’s-Disco-Kapelle „Tigercity“ musiziert.

England Keep My Bones
Frank Turner

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Frank Turner - England Keep My Bones

Der Soundtrack für die Alltagspiraten unserer Ellbogengesellschaft

von Rainer Aschemeier  •  13. Juni 2011
Best.-Nr.: #87163 / EAN: 8714092716320

Es ist mir ein wenig ein Rätsel, warum Turner von einigen sonst Ernst zu nehmenden internationalen Internetmagazinen ein „herausragender Tiefgang“ attestiert wird. Für mich ist Turners neue Platte „England Keep My Bones“ eher etwas für raue und feucht-fröhliche Sauf- und Spaßveranstaltungen in britischen Pubs oder in hip hergerichteten Gewölbekellern von Studentenwohnheimen. Versteht man das Album so und überlässt das große Wort „Tiefgang“ einfach den anderen, die es verdient haben, macht die Scheibe auch richtig Spaß und weiß zu gefallen.

Pala
Friendly Fires

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Friendly Fires - Pala

Discomucke für Stubenhocker

von Rainer Aschemeier  •  20. Mai 2011

Ich mache hier nicht viele Worte: Friendly Fires sind keine weltbewegende Band und „Pala“ ist keine maßstabsetzende Scheibe. ABER das Ganze weiß zu gefallen, hat starkes Hitpotenzial ohne dabei selbst totale Hitparadengrütze zu sein und (Frank wird’s freuen) für die Analogen unter Euch kommt „Pala“ auch als LP ins Haus, was über eine Röhrenendstufe wegen der fetten analogen Bässen auf der Scheibe sicher butterweich groovt. Mmmmmh, schön!

Avenging Angel
Craig Taborn

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Craig Taborn - Avenging Angel

Racheengels großer Auftritt

von Rainer Aschemeier  •  19. Mai 2011

Craig Taborn ist mit „Avenging Angel“ ein ganz großer Wurf gelungen und ECM darf stolz darauf sein, ein so wunderbares Album veröffentlichen zu dürfen — auch wenn die Kunden, die sich für solche Musik interessieren womöglich äußerst „überschaubar“ bleiben dürfte. Taborns erste ECM-CD ist erfreulicherweise weder etwas für unterkühlt-loungige Cocktail-Schlürfer, noch etwas für hochgeistige Avantgarde-Snobs, noch etwas für eingefleischte Jazz-Puristen. Es ist einfach ein Album für Leute mit Gefallen an richtig gutem Musikgeschmack — und ich nehme polemischerweise mal an, da bleibt heutzutage vielleicht noch ein knappes Prozent der „Masse“ übrig. Oder sehe ich die Dinge zu schwarz?

A. Ginastera - Cellokonzerte
Bamberger Symphoniker - Lothar Zagrosek; Cello: Mark Kosower

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Ginastera - Cellokonzerte Nr. 1 + Nr. 2

Erneut eine Spitzenaufnahme aus Bamberg

von Rainer Aschemeier  •  17. Mai 2011

Heureka! Wie selten hat man das, dass man eine CD am liebsten abknutschen würde, und vom weit geöffneten Fenster aus in die Welt hinausrufen möchte: „Mitbürger, die Ihr spannende Musik wertschätzt: Kauft diese Einspielung!!!“? Richtig: Das hat man sehr, sehr selten mal. Umso erfreulicher, dass wir hier nun eine CD dieser raren Gattung besprechen dürfen.

C. Debussy - Orchestermusik Vol. 6
Orchestre National de Lyon - Jun Märkl

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Debussy - Orchestermusik Vol. 6

Leidenschaftsloser Maskenball

von Rainer Aschemeier  •  17. Mai 2011

Hifi-Fans kommen bei der erneut glänzenden Aufnahmetechnik des Naxos-Labels und seinem Haus- und Hof-Tonmeister Tim Handley voll auf ihre Kosten. Man hat nicht nur das Gefühl, die einzelnen Instrumentengruppen wie mit dem Messer getrennt serviert zu bekommen, sondern selbst innerhalb der Instrumentensektionen vermeint man einzelne Violinen, einzelne Bläser, usw. trennscharf ausmachen zu können. Die Harfen wurden hierbei besonders enthusiastisch nach vorne gemischt, was den Effekt zur Folge hat, dass im Verlauf der gesamten CD die Harfentöne wie Perlen aus den Lautsprechern kullern. Das vermag zweifellos zu faszinieren, kann jedoch die Eiseskälte von Märkls nächtlichem Maskentanz nicht wiedergutmachen.

Razorback Killers
Vicious Rumors

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Vicious Rumors - Razorback Killers

Von der Stange...

von Rainer Aschemeier  •  15. Mai 2011

Der raue Sound von Allens Stimme verleitet auch die gesamte Band dazu, wieder härter zur Sache zu gehen, als es für Vicious Rumors gut ist. So befindet man sich auf „Razorback Killers“ erneut im Grenzbereich zwischen Power Metal und Thrash Metal, man könnte auch sagen: Zwischen allen Stühlen. Da können auch Gaststar-Auftritte übriggebliebener Helden von damals (Mark McGee) nix retten. Die Songs sind von der Stange des heutigen gesichtslosen Musikbetriebs im Sektor Metallwaren, Sortierung: grob.

Dr. Faith
Christopher Cross

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Christopher Cross - Dr. Faith

'bisschen Schmalz auf's Brot ist ja auch mal nett...

von Rainer Aschemeier  •  4. Mai 2011

Hatten wir solche von Plate Hall-Effekten versilberten Vocalspuren, weichgespülten Streicher und vor Choruseffekten durchgenudelten Pianoparts nicht schon vor mindestens 16, 17 Jahren kollektiv zu den Akten gelegt? Egal! Christopher Cross holt sie alle wieder raus aus der Klamottenkiste.

Jennifer Higdon - The Singing Rooms
Atlanta Symphony Orchestra and Chorus - Robert Spano (Dir.), Jennifer Koh (Violine)

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Musik von Higdon, Singleton, Skrjabin

Ekstatischer Sahnehappen

von Rainer Aschemeier  •  29. April 2011

Das Atlanta Symphony Orchestra gilt spätestens seit der Verpflichtung seines derzeitigen GMD Robert Spano vor zehn Jahren nicht nur als eines der allerbesten, sondern auch als eines der abenteuerlustigsten Orchester Amerikas – vielleicht sogar der Welt. Eine CD-Veröffentlichung wie die hier vorliegende würde, käme sie von den Berliner Philharmonikern mit Simon Rattle, Aufschreie des Entsetzens unter denjenigen hervorrufen, die meinen, das sich gute Musik lediglich in einem Zeitkorridor zwischen Haydn und Strauss abspielt und dass ein großes nationales Orchester schließlich für etwas anderes, das ja dann sowieso nur „B-Liga“ sein könnte – zumal, wenn es aus Amerika stammt – „zu schade“ sei. Wie engstirnig und langweilig ist doch der Großteil der deutschen und europäischen Klassik-Szene!

Big Dogz
Nazareth

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Nazareth - Big Dogz

Hunde die beißen, bellen nicht!?

von Rainer Aschemeier  •  22. April 2011

Das jüngste Album der schottischen Rock-Veteranen Nazareth markiert das nicht weniger als 40-jährige (in Worten: VIERZIG!) Veröffentlichungsjubiläum des Nazareth-Debüts im Jahr 1971. Die Band selbst gibt es bereits seit 1968, wobei von Frontmann Dan McCafferty stets betont wird, dass die Ursprünge der Kapelle sogar bis 1962 zurückreichen. Und noch ein Umstand kommt hinzu: Während Kollegen wie etwa „Deep Purple“, „Whitesnake“, „Uriah Heep“ und wie sie alle heißen, mit längeren Pausen, Splits, Wiedervereinigungen und Ähnlichem von sich reden machten, rockten Nazareth einfach weiter – vierzig Jahre lang! Wow!

Forevermore
Whitesnake

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Whitesnake - Forevermore

Für immer und immer schon wieder ein und dasselbe...

von Rainer Aschemeier  •  9. April 2011

Es weiß ja kaum noch jemand, aber diese Band war mal richtig gut! Und nicht nur das: Diese Band war auch mal richtig ehrlich und authentisch – authentischer als so manch andere Kapelle zu der Zeit. Diese Zeit, von der da die Rede ist, kann grob mit Mitte der 1970er-Jahre bis Anfang der 1980er-Jahre umrissen werden. Mit Alben wie „Trouble“, „Lovehunter“, „Ready an‘ Willing“, „Come an‘ Get it“ oder auch (obwohl weniger gut…) „Saints & Sinners“ waren die Whitesnake dieser Ära ein Garant für hervorragend gemachten, bluesbeeinflussten Gitarrenrock der Marke „mehr davon!“.

Last of the Country Gentlemen
Josh. T. Pearson

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Josh T. Pearson - Last of the Country Gentlemen

Tief empfundene Rauschebartmusik

von Rainer Aschemeier  •  9. April 2011

Eine der merkwürdigsten Gestalten des heutigen Musikbiz meldet sich zur Entzückung von derzeit vielen Musikzeitschriften zurück. Es handelt sich um Josh T. Pearson, einen Singer/Songwriter, der in den Neunzigern mit einer Indie-Kapelle namens Lift to Experience eine EP, eine Single und ein Doppelalbum aufgenommen hatte. Pearson – damals noch unter dem Namen Josh „Buck“ Pearson firmierend – bekehrte sich anschließend selbst zum Alt.-Country-Sound, reiste jahrelang durch die USA, um auf Festivals und Politveranstaltungen zu singen und ließ sich einen Rauschebart wachsen. Ein dabei (beim Singen, nicht beim Bart wachsen lassen) mitgeschnittenes Bootleg war die bislang einzige reguläre Solo-Veröffentlichung des Künstlers, der nun von Kultur-Spiegel bis in die Tiefen der webblogs Schreie der Verzückung bei seinen Hörern bzw. Rezensenten hervorruft. Klar also, dass sich auch „The Listener“ diesen schratigen Kauz mal näher vornehmen musste.

Michael
Michael Jackson

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Michael Jackson - Michael

Zwischen Heldenverehrung und Leichenfledderei

von Rainer Aschemeier  •  29. März 2011

Als nach dem Tod Michael Jacksons bekannt wurde, dass noch Musik für etwa neun (!) komplette Alben vorliege, welche aber in einem unvollständigen Status sei und erst noch von namhaften Produzenten „fertiggestellt“ werden müsse, war Schlimmes zu erwarten. Zwar hatte Michael Jackson in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten selbst eifrig daran gearbeitet, dass seine Alben kaum mehr für voll genommen werden konnten, doch wer, wie ich, in den goldenen Achtzigern popsozialisiert wurde, für den ist klar: Michael Jackson ist der Meister! Punkt! Alle, die Gegenteiliges zu sagen haben: Setzen, Sechs in Popmusikgeschichte!

Omega
Asia

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Asia - Omega

Genau wie anno Dunnemals...

von Rainer Aschemeier  •  8. September 2010

Es gibt Rockbands, deren Fans ans Unverwüstliche grenzen. Egal, ob die Band gerade ein Spitzenalbum abgeliefert hat oder doch mal wieder nur Durchschnittsware produziert: die Helden werden gnadenlos abgefeiert – …von denen, die sie schon immer abgefeiert haben. Der Rest der Welt sieht die Sache meist weniger durch die rosarote Brille. Ein Fall von dieser Art war und ist auch die in Fankreisen legendär zu nennende Band „Asia“.

The Final Frontier
Iron Maiden

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Iron Maiden - The Final Frontier

"Eddie" im Weltraum

von Rainer Aschemeier  •  29. August 2010

“’The Final Frontier‘ ist ein Album, das die Urteilskraft des zufälligen Hörers testet. Aber Iron Maiden waren nie auf solche Kunden angewiesen. Die Millionen ihrer Getreuen werden jede Sekunde innig lieben.“
Spricht so eine Band, die von den Qualitäten ihres neuesten Opus felsenfest überzeugt ist? Spricht so eine Band, die möglichst viele Tonträger (oder meinetwegen Streams und Downloads) absetzen will? Ich denke, dass man mit Fug und Recht behaupten kann: Der oben zu lesende Satz von der Iron Maiden-Homepage verwirrt und liest sich wie in unheiligen Blaze Bailey-Zeiten.

Shore to Shore
Norman Palm

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Norman Palm - Shore to Shore

Knarzende Analogsounds auf dem Weg zur Heavy Rotation

von Rainer Aschemeier  •  25. August 2010

Seine Musik klingt beeindruckend international, verbindet beste Songwriter-Traditionen alter Schule, Glitterhouse-mäßige Schrulligkeit, modernes Elektropop-Feeling und wirklich gutes Songwriting miteinander auf denkbar harmonischste Art und Weise.

Scream
Chris Cornell

Chris Cornell - Scream

Achtung! Giftig!!!

von Rainer Aschemeier  •  10. August 2010

Auf dem Cover von „Scream“ zerdeppert Chris Cornell eine E-Gitarre. Doch wer hätte gedacht, dass das ernst gemeint ist und sich der Inhalt der Verpackung wie eine Art Eminem goes Rock anhört??? Katastrophe!!! Katastrophe!!! Katastrophe!!!

Backspacer
Pearl Jam

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Backspacer

von Rainer Aschemeier  •  10. August 2010

Schon seit längerer Zeit liegt es mir am Herzen, die Pearl Jam-Diskographie, die seit den Anfangstagen unserer Homepage zum festen Inventar gehört, auf aktuellen Stand zu updaten. Endlich finde ich hier die Zeit. Mit „Backspacer“ veröffentlichte das Grunge-Urgestein anno 2009 bereits ein Album, das wohl an keinem vorbei gegangen sein dürfte, dem gute Rockmusik am Herzen liegt. Mit „The Fixer“ hatte man sogar nach e w i g e n Zeiten mal wieder einen veritablen Single-Hit landen können. Selbiges „The Fixer“ kann wohl auch guten Gewissens als einer der besten Pearl Jam-Songs seit mindestens „Vitalogy“, wenn nicht sogar „Vs.“ verbucht werden.

Lostboy!
Lostboy! a.k.a. Jim Kerr

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Lostboy! a.k.a. Jim Kerr

Fehlendes Selbstbekennnis zum Incognito, oder: Wie man einen Weltstar "alternative" verpackt

von Rainer Aschemeier  •  10. August 2010

Er fühle sich in der heutigen Musiklandschaft wie ein „lost boy“, wie ein „verlorener Junge“, wahrscheinlich wie einer, der vor lauter Spielsachen kaum weiß, was er ausprobieren soll. Er habe vor, die Frische und Unverbrauchtheit der Anfangstage seiner Karriere in Form seines ersten Soloalbums erneut zu entdecken und auszuleben. Der, der das sagt, ist Sänger bei einer der bekanntesten Bands des Planeten, deren Musik – zur Werbeuntermalung verkommen – uns allabendlich in Form einer TV-Bierreklame frei Haus gespielt wird.

Destroy The War Machine
Warrior Soul

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Warrior Soul - Destroy The War Machine

Kory Clarke endlich wieder politisch unbequem

von Rainer Aschemeier  •  30. Mai 2010

Nach dem letzten – und wohl besten – Album in der Karriere der Kultband Warrior Soul im Jahre 1994 war es doch relativ still geworden um Frontmann Kory Clarke. Clarke, der Ende der 1980er angetreten war, um mit Warrior Soul eine spektakuläre und von Beginn an politisch äußerst unbequeme Mischung aus „Iggy Pop meets Heavy Metal“ auf’s Parkett zu legen, gehört schon lange zu den kultisch verehrten Größen des Undergrounds.

"Rock and Roll ends with my eyes"

Trauer um Ronnie James Dio - Ein Nachruf

von Rainer Aschemeier  •  19. Mai 2010

Die Nachricht traf uns unvorbereitet: Am 16. Mai um 7:45 Uhr Ortszeit ist Ronald James Padavona, besser bekannt als Ronnie James Dio im Alter von vermuteten 66 Jahren in einer Klinik in Houston/Texas gestorben.
Mit Ronnie James Dio verlässt einer der ganz Großen die Rockbühne, einer, von dem die Wenigsten wissen, wie irrsinnig lange er als Musiker aktiv war. Ronnie James Dio begann seine Karriere mit Rockabilly-Bands wie „The Vegas Kings, „Ronnie and the Rumblers“, „Ronnie and the Red Caps“ und „Ronnie Dio and the Prophets“. Seine erste 7“-Single soll aus dem Jahr 1957 datieren…

Elsewhere
Scott Matthews

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Scott Matthews - Elsewhere

Von vorbeiziehenden Fremden und einem echten Gott des Rocks

von Rainer Aschemeier  •  25. August 2009

Nicht nur die Melodieführung sondern auch die erstaunlich wandlungsfähige Stimme des Singer/Songwriters klingt wie eine höchst reizvolle Melange aus dem sanften Melancholieschmelz von Nike Drake und der kraftvollen Sonorität von Pearl Jam’s Stilikone Eddie Vedder. In den hohen Passagen schimmert dann tatsächlich Jeff Buckley durch und gerade dann, als man auch noch eine Imitation von Robert Plant zu hören glaubt, stellt man beim Blick ins CD-Booklet von „Elswhere“ fest: Mein Gott, er isses!

Civilians
Joe Henry

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Joe Henry - Civilians

Der Maisfeldersatz fürs CD-Regal

von Rainer Aschemeier  •  25. August 2009

„Civilians“ ist in der Tat ein sehr reizvolles Album, auch für die Sommeranwendung. Nein, nicht solche Sommer, wie wir sie hier in Baden-Württemberg, Brüssel, Italien oder Weißrussland erleben, sondern solche Sommer, wie man sie aus amerikanischen Roadmovies kennt: Mit unbarmherziger Sonne, Straßenstaub und nicht enden wollenden Korn- und Maisfeldern.

Ode to J. Smith
Travis

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Travis - Ode to J. Smith

Ode mit begrenzter Freude

von Rainer Aschemeier  •  11. Juli 2009

Nur ein Jahr später legen Travis also „Ode to J. Smith“ vor. Und erstmals seit gefühlten Jahrzehnten ist wieder ein erkennbarer Wechsel im Sound der Band auszumachen. Man greift wieder rockiger in die Stromgitarre.

Into The Valley Of The Moon King
Magnum

Magnum - Into The Valley Of The Moon King

Drachenjagd im Tal der Tränen

von Rainer Aschemeier  •  11. Juli 2009

Magnum behaupten ihren zweifelhaften Ruf, eine der qualitativ unbeständigsten Bands im Business zu sein. In einem guten Jahr könnten die Briten vielleicht wieder wahre Wunder vollbringen – und vielleicht stürzen sie dann schon morgen wieder in nie gekannte Tiefen hinab. So ist das nunmal… Es wird sich wohl auch nicht mehr ändern.

E. Rautavaara - Sinfonien Nr. 1-8
versch. Orch. und Dirig.

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Einojuhani Rautavaara - Sinfonien Nr. 1-8

Zwischen Avantgarde und Establishment

von Rainer Aschemeier  •  8. Juni 2009

Wie man es auch dreht und wendet: Bei Einojuhani Rautavaara scheiden sich die Geister. Jeder sollte die Musik des Finnen selbst erleben, damit sie oder er sich ein Bild davon machen kann. Lohnen tut sich das auf alle Fälle, denn es gibt nicht viele Komponisten in diesen Tagen, die nicht nur zu einer eigenständigen Tonsprache gefunden haben (das hat Rautavaara nämlich ganz zweifellos), sondern bei denen man so schön und wie in einem offenen Buch die Entwicklung eines Komponisten „nachlesen“ kann, wie in diesen acht Sinfonien.

Wolfgang Amadeus Phoenix
Phoenix

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Phoenix - Wolfgang Amadeus Phoenix

Die französische Kneipp-Kur

von Rainer Aschemeier  •  7. Juni 2009

Diese Franzosen halten nun seit neun Jahren mit jeder CD ein anhaltend und beeindruckend hohes Qualitätslevel, was für mich – ich sag das jetzt mal so – erfreulicher, beruhigender und erholsamer als jede Kneipp-Kur ist. Gehts mir mal schlecht, weil ich an der Musikszene von heute zweifle, kommt „Phoenix“ in den CD-Schacht und ich weiß: Wenigstens in einem kleinen Dorf in Gallien leistet man dem Blödsinn unerbittlich Widerstand.

The Very Best Things
Filter

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Filter - The Very Best Things

Leicht Gestörte leben länger

von Rainer Aschemeier  •  7. Juni 2009

Als 1995 Filters Debütalbum „Short Bus“ erschien, hätte ich alles Mögliche erwartet, aber nicht, dass ich 14 Jahre später einmal ein „Best Of“-Album dieser Band in Händen halten würde.

Together Through Life
Bob Dylan

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Bob Dylan - Together Through Life

Mit Akkordeon durchs Leben...

von Rainer Aschemeier  •  17. Mai 2009

„Together Through Life“ ist auch diesmal wieder eine dieser schönen „Road Movie“-artigen Scheiben, die einem die südwestdeutsche Autobahn zum Highway werden lassen – und den eigenen FIAT zum Chevy…

The Devil You Know
Heaven & Hell

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Heaven & Hell - The Devil You Know

Böse Überraschung!

von Rainer Aschemeier  •  17. Mai 2009

Ein besonders fies dreinblickender Doibel schaut uns an vom Cover der lang erwarteten und immer wieder verschobenen neuen CD „The Devil you Know“ des Black Sabbath-Derivats „Heaven & Hell“. Klar: ohne Augen, dafür mit drei Zungen, Parodontose und einer schweren, wahrscheinlich seit Millionen Jahren andauernden Hauterkrankung – da kann man schon mal ausflippen.

28 Weeks Later
Juan Carlos Fresnadillo

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28 Weeks Later

Ersetze Tiefgang durch Action

von Rainer Aschemeier  •  29. Juni 2008

Eine der positiven Filmüberraschungen des Jahres 2002 war sicherlich das eigenwillige Zombie-Epos „28 Days Later“ von „Trainspotting“-Regisseur Danny Boyle. Leider nicht 28 Wochen sondern geschlagene 5 Jahre (!) später folgte im Sommer 2007 der filmische Nachfolger „28 Weeks Later“.

Aliens vs. Predator II
The Brothers Strause

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Aliens vs. Predator II

Atomarer Großangriff auf die Drehbuch-Logik

von Rainer Aschemeier  •  28. Juni 2008

Selbstverständlich befindet sich nicht nur das „Predalien“ bei bester Gesundheit, sondern auch einige – offenbar für weitere Großwildjagden gezüchtete und bis dahin erst einmal in Glaskübeln konservierte – Alien-Sprößlinge sind wohlauf und fackeln nicht lange. Der Absturz des Raumschiffs alarmiert einen Stützpunkt auf dem Predator-Heimatplaneten. Hier wird zur Eindämmung der „Seuche“ ein „Cleaner“ losgeschickt – einer, der aufräumt, wenn die Alien-Parties der Verwandschaft außer Kontrolle geraten.

Viva La Vida or Death And All His Friends
Coldplay

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Coldplay - Viva La Vida or Death And All His Friends

Die Entdeckung der Bescheidenheit

von Rainer Aschemeier  •  20. Juni 2008

Während sich Coldplay bislang von Album zu Album steigern konnten und auf dem erwähnten „X & Y“ m. E. ihren kreativen Zenit erreicht hatten, ist es nun heraus: Eine weitere Steigerung konnte nicht erreicht werden – wäre ja auch fast beängstigend gewesen.

Good to be Bad
Whitesnake

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Whitesnake - Good to be Bad

Weiße Schlange mit Zahnprothese

von Rainer Aschemeier  •  21. Mai 2008

Der erste Höreindruck: Unverschämt druckvoller Sound! Fast schon zu druckvoll – ähnlich übertrieben wie seinerzeit das ebenfalls überfrachtete „Coverdale/Page“-Album – bläst die CD vom ersten Moment an alles weg, was sich zufällig gerade vor den Boxen aufgehalten hat. Kein Wunder: „produced, engineered and mixed by the Brutal Brothers“. Es musste ja so kommen: Nach 30 Jahren im Business ist Coverdale reif für eine Reise nach Klapsmühl…

In the Midst of Beauty
MSG

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MSG - In the Midst of Beauty

Michael Schenker endlich wieder in Amt und Würden!

von Rainer Aschemeier  •  21. Mai 2008

Michael Schenker braucht keine erneute Vorstellung. Jeder weiß, er ist DER deutsche Rockgitarrist. Der Typ, der normalerweise in einem Atemzug mit Eddie Van Halen, Jimmy Page, Ritchie Blackmore und Jimi Hendrix genannt wird – aber leider auch der Typ, der während der letzten zehn Jahre wie eine Mischung aus Rübezahl und Wischmopp durch die Gegend gelaufen ist. Das „Deutsche Universalwörterbuch“ aus dem Hause „Duden“ definiert den „Mopp“ übrigens wie folgt: „einem Besen ähnliches Gerät mit langen [in einem Öl getränkten] Fransen zum Aufnehmen des Staubes auf dem Fußboden.“ Diese Zeiten sind im Hause Schenker also nun vorbei…

Du kannst mich an der Ecke rauslassen
Niels Frevert

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Niels Frevert - Du kannst mich an der Ecke rauslassen

Erfreulich schlanker Sound aus Hamburg

von Rainer Aschemeier  •  17. März 2008

Eine echte Überraschung ist das neue Album des Ex-Nationalgalerie-Sängers Niels Frevert geworden. Da ich von Hause aus eine gewisse Allergie gegen die sogenannte Hamburger Schule habe, gehörten weder Nationalgalerie noch Herr Frevert als Solokünstler bislang zu meinen besonderen Lieblingen.

Neon Bible
Arcade Fire

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Arcade Fire - Neon Bible

Das neue Evangelium von Bowies Lieblingsband

von Rainer Aschemeier  •  10. März 2008

Man kann wohl ohne Übertreibung sagen, dass es in den letzten zehn Jahren wohl keine Band (außer vielleicht den „White Stripes“) gegeben hat, die derart globales Aufsehen in der Indie-Szene erregte. Die spannende Frage war also, ob „Arcade Fire“ das beeindruckend hohe Niveau von „Funeral“ auf den neuen Tonträger „Neon Bible“ würden hinüberretten können.

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