Go to content Go to navigation Go to search

The Listener

Blog für klassische Musik und mehr! ...seit 2003

Number Nine
The Van Dyke Parks

• • • • •

The Van Dyke Parks - Number Nine

von Frank Castenholz  •  11. April 2010

A: Number Nine
B: Do What You Wanta

Die Trompetenfanfare zu Beginn könnte man vielleicht noch als verlockendes Intro zu einem Soul-Groover („Harlem Shuffle“?) fehldeuten. Sobald aber die Band einsteigt und Parks das Hauptmotiv aus der „Ode an die Freude“ zunächst – „da da da…“ – andeutet, dann nacheinander deutsch und englisch intoniert, wird man auf seinem Single-Debüt in eine singuläre Klangwelt entführt, die mich, wie spätere Werke von ihm auch, staunend zurücklassen; sie ist vor allem geprägt von Parks sanfter Stimme, seiner völlig unironisch anmutenden Melodieseeligkeit sowie der unaufdringlichen Intelligenz der Arrangements – offenherzig und kaltschnäuzig zugleich.
Die psychedelisch angerockte, gleichfalls melodisch bezwingende B-Seite klingt zunächst konventioneller, gleichwohl steckt auch hierin mehr ungestümer (Irr)Witz, als die Charts erlaubten.

Papa's Got A Brand New Bag
James Brown

• • • • •

James Brown - Papa's Got A Brand New Bag

von Frank Castenholz  •  11. April 2010

Meine Werkskenntnis von James Brown beschränkte sich lange auf die Partyfeger „I Got You (I Feel Good)“ und „Sex Machine“, „It’s A Man’s Man’s Man’s World“ und „Living In America“ (später dann noch die „Live At The Apollo“ LP). Es gibt also weitaus Berufenere als mich, um über Browns Werdegang oder seine Qualitäten zu philosophieren. Bei allem Respekt – insbesondere vor „I Got You“ – waren das für mich alles Tracks, die ich schon freiwillig oder (viel öfter) aufgedrängt seit Urzeiten so oft gehört hatte, dass mir nie der Sinn danach stand, sie physisch meiner Sammlung einzuverleiben. In einem unvorbereiteten Moment stolperte ich dann allerdings im Kontext eines Soul/Funk-Mixes über „Papa’s Got A Brand New Bag“ – und mir war sofort klar, dass ich diese Single eher früher als später haben musste. Dass sie als stilistischer Wendepunkt in Browns Entwicklung und zugleich als Grundsteinlegung für das Funkgenre bezeichnet wird, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Vieles an dieser Aufnahme fasziniert auf Anhieb, das fängt an bei dem ökonomischen Arrangement, geht über den präzisen Groove, insbesondere die sehr präsenten Bassmotive, bis hin zu den originellen Lyrics. Es geht um einen älteren Herren, der vielleicht nicht mehr modisch an vorderster Front mitspielt, aber immer noch lässig den neuesten Tanz aus der Tasche ziehen kann, und das war damals eben so was wie „The Jerk“, „The Fly“, „The Monkey“, „The Mashed Potatoes“, „Jump back Jack“, oder „See you later alligator“.

Die vorliegende EP, eine französische vom King-Label lizensierte Pressung, hat auf der A-Seite die beiden Teile des Titelsongs, auf der B-Seite finden sich „I Got You“ und „I Can’t Help It“. Ich mag das Picture Sleeve-Design (flip back), kann mir aber vorstellen, dass die US-Single noch um einiges druckvoller klingt.

Tips:

Volltext-Suche
Mit der Volltextsuche könnt Ihr alle aktuellen und alten Artikel nach Schlüsselwörtern durchsuchen. Die Suche beginnt direkt beim Tippen und zeigt immer zur aktuellen Eingabe passende Ergebnisse an. Eine ausführliche Ergebnisliste bekommt man nach Eingabe der Zeilentaste (Return). Es kann aber auch mit den Pfeiltasten in der kleinen Ergebnisliste geblätternt und mit Return ein Eintrag ausgewählt werden.

Suche nach Datum
Einfach gewünschtes Jahr und gewünschten Monat anklicken, dann erscheinen die passenden Einträge daneben.

Schlüsselworte
Hier seht Ihr eine Schlüsselwort-Wolke, an der Ihr vorhandene Schlüsselworte sehen und Euch passende Artikel per Mausklick anzeigen lassen könnt. Die Textgröße jedes Schlüsselwortes zeigt Euch direkt an, wie häufig jedes durch einzelne Artikel, Reviews etc. „belegt“ ist.